Winterlager Vogtland

von

Nicht jeder will Skifahren - nicht jeder kann Skifahren - und nicht jeder will es lernen.

Die Gruppe der Nicht-Skifahrer der siebenten Klassen konnte dieser Art des Wintersports mit der Teilnahme am Winterlager in Netzschkau im Vogtland entgehen.

Wie in jedem Jahr bot das Schullandheim "Schönsicht" ein abwechslungsreiches Aktiv-Programm. Es begann mit einer Winterwanderung, auch wenn uns der Schnee dazu in diesem Jahr fehlte. Aber Spaß hatten alle bei zum Teil abenteuerlichen Auf- und Abstiegen rund um die Göltzschtalbrücke.

Die sportliche Aktivität ging weiter. Es ist schon toll, wenn man sich eine ganze Eishalle nur mit wenigen anderen Schülern teilen muss. Dann können sich auch diejenigen, die noch nicht so sicher auf Schlittschuhen sind, ein paar Eislaufrunden leisten - und die "Profis" haben richtig Platz. Nach zweieinhalb Stunden freuten sich aber dann alle auf das Spaßbad in Werdau. Rutschen, Entspannen, Schwimmen, jeder konnte wie er wollte seine Batterien aufladen.

Diese Energie brauchten wir auch, denn am nächsten Tag war Biathlon und GPS-Geländespiel angesagt. Eine ganzen Tag im Freien: Laufen, Schießen (mit dem Lasergewehr), Rätseln und vor der Dunkelheit wieder nach Hause finden, das ist schon ein anspruchsvoller Mehrkampf. Aber die meisten bewältigten das ganz gut, denn auch der Ehrgeiz ist ein guter Antrieb.

Die letzte sportliche Aktivität hieß Go-Kart-Fahren. Alle wollten es einmal probieren, und es gab einige, die schon Erfahrungen auf dem Rennkurs hatten. Ein paar von den Schülern und Schülerinnen entdeckten aber erst hier, dass sie vermutlich Benzin im Blut haben, es gab heiße Kämpfe um Meter und Hundertstelsekunden. So mancher bekam unmittelbar den Zusammenhang von Haftreibung und Fliehkraft zu spüren, wenn er bei rasanter Kurvenfahrt plötzlich um die eigenen Achse schleuderte.

So verging die Woche abwechslungsreich und fast verletzungsfrei. Man merkte wieder einmal: im Winter kann man auch ohne Ski aktiv sein und viel Spaß haben.

Johannes Piontek

Zurück