Beiträge aus der Bibliothek
Büchervorstellungen, Reviews und Empfehlungen
Aldous Huxley: Schöne, neue Welt

Eine Zukunft, in der die Gegenwart abstößt - Utopie oder Dystopie:
Schöne, neue Welt von Aldous Huxley

Schöne, neue Welt. Ist das nicht die Definition einer Utopie, einer Welt, die wir uns alle wünschen? Etwas schönes, etwas neues? Vielleicht ein Neuanfang in diesen zerrissenen, aufwühlenden Zeiten? Ja, wie ein neuer Start kommt Huxleys Welt einem vor. Aber einer ohne Vergangenheit, ohne unsere Vergangenheit, ohne Religion, ohne Familie. Eine, die man sich nicht wünschen würde.
Die ersten Seiten sind quälend, einfach hineingeworfen in eine Zeit fünfhundert Jahre in der Zukunft, zu viele Fremdwörter, zu unverständlich. Doch steht diese Unverständlichkeit auch dieser Welt und ihrer Ordnung gegenüber, umso weiter sie sich offenbart. Kalt. Abweisend. Dystopisch.


Mit diesem Roman trifft Gegenwart mittels Vergangenheit auf die Zukunft: Huxley veröffentlichte 1932 eine Geschichte, die sich für einen Bürger des Jahres 2020 anfühlt, als stamme sie aus eben diesem Jahr. Die angesprochenen Themen sind brisanter, gegenwärtiger denn je. Themen, mit denen sich nicht nur die Literatur auseinandersetzt. Der Homunculus in der Flasche, die absolute Segregation und Kontrolle von Menschen, der Eintausch von Freiheit gegen Sicherheit, Glück für alle.
Utopischer Gedanke: Alle Menschen könnten glücklich sein, aber zu welchem Preis?
Oft baut Glück auf Unglück auf, so auch in Huxleys Roman, doch dieses Unglück kann weder von einem Epsilon noch einem Alpha Plus wahrgenommen werden, so totalitär und endgültig ist das System.
Das ultimative Kastensystem: Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon. Vorbestimmt, wie viel du wert bist. Dein Tod wird nicht betrauert, sondern gefeiert, weil du für die Gemeinschaft immer noch nützlich bist. Das Individuum ist nichts, die Gesellschaft ist alles. Ein Konstrukt, hervorgerufen von jahrhundertelanger Forschung, unüberwindbar, für das Glück aller, zum Leidwesen von familiären Gefühlen, dem Urinstinkt jedes Lebewesens und Worten wie “Freundschaft” und “Liebe”.
Aber kann man das überhaupt echt nennen, wenn die Menschen Drogen wie Kopfschmerztabletten schlucken, um glücklich zu sein?
Aldous Huxley kreiert eine Welt, die hoffentlich niemals Realität wird, eine Welt, die in allem so unwiderruflich falsch und menschenverachtend ist.
Dystopisch.
Ein dystopischer Roman wie Orwells “1984” oder Zehs “Corpus Delicti”, den Genre interessierte Leser nicht verpassen sollten.

Es ist wohl kaum möglich, diesen Roman in wenigen Worten zusammenzufassen, und das auch noch verständlich, aber hoffentlich konnte ich bei dem einen oder anderen Interesse wecken. Das Buch wartet auf euch in der Bibliothek.
Außerdem liefert es viel Gesprächsstoff, um miteinander zu diskutieren.
Wer von sich behauptet, dem Englischen nicht nur mächtig zu sein, darf es auch gerne wagen den Originaltext zu lesen. Die englische Ausgabe ist ebenfalls vor ort.           - Emilie Förster

Aktivitäten in der Bibliothek

In der Schulbibo ist immer was los: Mordfall im Gymnasium Nossen gelöst!

In den Herbstferien 2019 ereignete sich etwas Grausiges in den Mauern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Nossen! Ein unbekannter Täter versuchte Bücher aus der aktuellen Halloween-Ausstellung der Bibliothek zu entwenden. Auf der Flucht erstach er Caesar Schlang-Schlang, der sich dem Dieb mutig entgegenstellte. Nach stundenlangem Briefing, der Befragung von magischen Kastanien, schlauem Kombinieren und gründlichem Eruieren sammelten engagierten Jung-Ermittler genügend Be- und Hinweise, um den Verbrecher zu finden. War es nun Puck van der Socke, die lokal ansässige Schulmaus, Othello MacMeer, das akademische Meerschweinchen, oder doch Brutus Entoman, die so lieblich lächelnde Ente?
Alles deutete auf einen Einzigen: Es war die Ente! Der Fall geriet direkt vor das animalische Gericht und der Richter verhängte eine lebenslange Haft in der nächstgelegenen JVzA (Justizvollzooanstalt).
Wie man sieht, lesen die Schüler nicht nur in der Bibliothek: Neben Detektiv spielen, Origamilesezeichen basteln und dem alljährlichen Adventskalender, ist es den Schülern möglich, im stressigen Schulalltag in der Bibo eine ruhige und kreative Oase zu finden. Ob nun aufgrund einer themenbasierenden Ausstellung eine Runde Go zu spielen oder herbstliche Haiku-Gedichte zu schreiben - innerhalb dieser vier Wände passiert mehr, als man denken mag.
                                                                                                                    - Emilie Förster

Ceasar Schlang-Schlang ermordet   Der Täter Entoman

Buch der Woche
#1 Pete Johnson: Wie man seine Lehrer erzieht - Tagebuch eines Zockers

Pete Johnson : Wie man seine Lehrer erzieht - Tagebuch eines Zockers

“Möglichkeiten, um die Schule zu verbessern:
1.  Wir müssen nicht mehr an jedem Schultag etwas lernen. Das ist einfach unnatürlich.
2.  Die Unterrichtsstunden dauern nur noch zwanzig Minuten. Länger kann sowieso niemand einem Lehrer zuhören.
3.  Alle Lehrer stellen sich morgens nebeneinander auf und warten darauf, von den Schülern ausgewählt zu werden. Die Lehrer die keiner haben will, werden heimgeschickt und durch neue ersetzt.”

Harvey findet Schule soooo langweilig. Doch dann kommt ihm gemeinsam mit seinem besten Freund George DIE Idee. Wäre der Unterricht nicht viel spannender, wenn man so etwas wie eine Wette einbaut? Wie oft zuckt das Gesicht des neuen Vertretungslehrers und wie oft putzt der Mathelehrer sich innerhalb einer Stunde die Nase?
Schlagartig steckt die gesamte Klasse im Spielfieber, denn endlich macht Schule Spaß!
Möge das Glück mit euch sein!

Wo passt dieses Buch wohl besser hin als in die Bibliothek einer Schule. Jeder Schüler kennt das: Der Unterricht zieht sich länger als Kaugummi und nichts bewirkt, dass die Zeit schneller vergeht.
Daher empfiehlt das Biboteam euch diese Woche “Wie man seine Lehrer erzieht”, um euch die Zeit bis zu den Winterferien noch etwas mit Humor und kreativen Ideen zu versüßen.

Galerie

BUCH DER WOCHE: Wie man seine Lehrer erzieht - Tagebuch eines Zockers von Pete Johnson

“Möglichkeiten, um die Schule zu verbessern:
1.  Wir müssen nicht mehr an jedem Schultag etwas lernen. Das ist einfach unnatürlich.
2.  Die Unterrichtsstunden dauern nur noch zwanzig Minuten. Länger kann sowieso niemand einem Lehrer zuhören.
3.  Alle Lehrer stellen sich morgens nebeneinander auf und warten darauf, von den Schülern ausgewählt zu werden. Die Lehrer die keiner haben will, werden heimgeschickt und durch neue ersetzt.”

Harvey findet Schule soooo langweilig. Doch dann kommt ihm gemeinsam mit seinem besten Freund George DIE Idee. Wäre der Unterricht nicht viel spannender, wenn man so etwas wie eine Wette einbaut? Wie oft zuckt das Gesicht des neuen Vertretungslehrers und wie oft putzt der Mathelehrer sich innerhalb einer Stunde die Nase?
Schlagartig steckt die gesamte Klasse im Spielfieber, denn endlich macht Schule Spaß!
Möge das Glück mit euch sein!

Wo passt dieses Buch wohl besser hin als in die Bibliothek einer Schule. Jeder Schüler kennt das: Der Unterricht zieht sich länger als Kaugummi und nichts bewirkt, dass die Zeit schneller vergeht.
Daher empfiehlt das Biboteam euch diese Woche “Wie man seine Lehrer erzieht”, um euch die Zeit bis zu den Winterferien noch etwas mit Humor und kreativen Ideen zu versüßen.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag      7:20 Uhr - 15:30 Uhr

Freitag                                   7:20 Uhr - 14:30 Uhr