Bibliothek

Hallo an alle kleinen und großen Leseratten

Mein Name ist Johanna und ich bin die Bibliothekarin (FSJlerin) an dem Geschwister-Scholl-Gymnasium Nossen. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Leisnig, wohne aber jetzt hier.
Auch ich bin eine begeisterte Leseratte und kann auch genreübergreifend Leseempfehlungen geben. Ich bin der Meinung, dass es für jeden Menschen das eine Buch gibt, welches ihn fesselt und zeigt wie wunderbar die Welt der Bücher ist. Bei dieser Suche würde ich dich gern unterstützen. Außerdem habe ich viele spannende Events geplant; da ist wirklich für jeden was dabei.

Außerdem möchte ich euch noch Bruno Book vorstellen. Er ist echter Abenteurer und ein kleiner Rabauke. Er entdeckt die spannenden neuen Bücher und mit ihm wird es garantiert nie langweilig.

   

Also besucht uns doch mal und findet eurer nächstes literarisches Abenteuer.

Wir freuen uns auf euch :)

Bist du Kreativ, interessiert an Büchern und arbeitest gern mit Kinder und Jugendlichen?

Dann bewirb dich jetzt für eine Stelle als FSJlerinn* in der Schulbibliothek Nossen. Ab dem 01.09.2022 beginnt dein 12-monatiges Abenteuer mit 20 Urlaubstage und 360€ Taschengeld.

Interesse? Dann melde dich bei mir in der Bibliothek oder bei Frau Cauvin (cauvin.jenny@gymnossen.lernsax.de).

Fragen? Einfach eine Email an mich: bibliothek@gymnossen.lernsax.de.

Buch des Monats Mai

"Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers

Willkommen in Zamonien. Hier in Lindwurmfeste lebt der aufstrebende Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz. Dieser hat von seinem leider kürzlich verstorbenen Dichtpaten ein sehr seltsames Manuskript von einem unbekannten Autor vererbt. Es stellt alle Werte, die er bis jetzt lesen hat in den Schatten. Ein wahres Juwel der Literatur. So macht er sich auf die Suche nach dem Urheber findet er sich in Buchhaim wieder, der Stadt der träumenden Bücher. Dort trifft er auf viele seltsame Gestalten und begeht die unterirdischen Tunnel nicht ganz freiwillig.

Leider ist es nicht der erste Teil der Reihe, aber durch unter anderen Anmerkungen des Autors ist es verständlich. Man muss sich erst etwas in die ungewöhnliche Welt einfühlen, aber das ist sehr interessant. Auch gibt es ein spannendes Ende.

 

  3,5/5

Das ultimative Rätselabenteuer

ESCAPE - ROOM

Schaffen es du und dein Teampartner aus der Bibliothek heraus?


Der Rätselspaß während der Freistunde oder nach dem Unterricht :)

DREI Schwierigkeitsstufen für die unterschiedlichen Altersgruppen.

Meldet euch jetzt in der Bibliothek an :)

Autorenvorstellung
Logbuch des Kapitän Bruno Book
In See stechen - Der Steuermann und der Hund (1 - 10)
In See stechen

Lübeck

Heute stechen wir in See mit der MS Marie. Zur Besatzung gehören der Steuermann Carl, der Matrose Nils und sein Schiffsjunge Jim. Außerdem sind da noch die Haye Brüder Laines und Fabian, die sich um die Fracht und die Maschinen kümmern. Und natürlich nicht zu vergessen - Ich, Bruno Book, stolzer Kapitän des Frachtschiffes. Die Mannschaft ist handverlesen und wurde von mir persönlich ausgesucht. An Bord befinden sich 3 Tonnen Kohle, welche ihr Ziel in Magdeburg haben. Das Wetter ist trotz der herbstlichen Temperaturen sehr sonnig und weitaus wolkenlos.

Um Punkt 13.15Uhr werden die Leinen von Nils gelöst und die Maschinen heulen auf. Langsam setzt sich das Boot in Bewegung und wir starten unsere Fahrt auf der Trave in Richtung Elbe-Lübeck-Kanal, wo uns dann auch schon die erste Schleuse erwartet. Nils schlürft die ganze Zeit über das Deck und Jim immer hinter ihm her. Wie einem Schatten folgt er dem Matrosen auf Schritt und Tritt. Es war seine erste Tour und er wollte so viele Informationen wie möglich aufsaugen. Die meiste Zeit verbrachte ich jedoch bei Carl im Steuerhäuschen. Wir waren zusammen aufgewachsen und das ist der 15. oder 18. Job den wir zusammen machen. Wir können uns aufeinander verlassen und trauen uns blind, auch wenn seine Ideen manchmal etwas sehr verrückt sind. Laines und Fabian bleiben lieber für sich. Wenn sie mal auf dem Deck erscheinen, dann gibt es ein großes Problem im Maschinenraum oder mit der Fracht ist etwas nicht in Ordnung.

18.32Uhr passieren wir die Schleuse zum Elbe-Trave-Kanal auf welchen wir nun weiter fahren bis der Kanal bei Lauenburg in die Elbe münden. Die Wolken haben sich verdichtet und es beginnt leicht zu regnen. Hoffentlich wird es während unserer Tour kein Unwetter geben. Obwohl voll beladen ein Kentern nicht wahrscheinlich ist, möchte ich es dennoch nicht austesten oder gar provozieren. Allgemein hoffe ich auf eine ruhige Tour ohne besondere Vorfälle, aber mehr als auf Holz klopfen kann ich dafür leider nicht tun. Doch mit dieser Mannschaft ist jedes Problem ein Klacks.

Bruno Book

Die letzte Schleuse

Lauenburg

Heute sind wir Lauenburg angekommen. Die Wasser blieb bis jetzt noch sehr ruhig, auch das Wetter ist auf unserer Seite. An sich scheint es eine gemütliche Tour zu werden. Gestern Vormittag jedoch kamen die Haye Brüder des erste Mal an Deck. Ich rechnete schon mit dem schlimmsten, aber sie wollten nur mitteilen, dass ihnen Druckschwankungen aufgefallen sind und daher soll der Wert nun stündlich kontrolliert werden. Sie seien jedoch zu beschäftigt mit der Fracht und den Maschinen. Nils kommandierte prompt Jim für diese Arbeit ab, was ich mir schon fast denken konnte. Hoffentlich sind diese Druckschwankungen nicht die Vorboten für etwas Ernsteres, sonst könnten wir an der nächsten Schleuse Probleme bekommen. Aber ich entschied mich Laines und Fabian zu vertrauen.

Hoffentlich werde ich diese Entscheidung nicht bereuen. Das erinnert mit an ein Buch, was ich auf der letzten Tour gelesen habe; Erratum von Walter Sorrells. Darin wird die Theorie beschrieben, dass jede Entscheidung und sei sie auch noch so klein, andere oder die eigene Zukunft beeinflussen. Ich fand dieses Thema hoch interessant . Wenn ich mich zum Beispiel heute für Honigkuchen entscheide anstatt für Himbeereis, kann das Einfluss darauf haben, welches Hemd Carl morgen trägt. Das gesamte Buch war sehr mysteriös und brachte eine sehr herbstliche Stimmung.

Um 17.48 Uhr kamen die MS Marie an der letzten Schleuse zwischen uns und Magdeburg an. Der Druck schwanke zwar immer noch, aber es pegelte sich langsam wieder ein. Der Schleusenward ließ uns passieren, kontrollierte aber vorher nochmal den Frachtraum. Den Brüdern gefiel das gar nicht, da sie sich in ihrer Autorität untergraben fühlten. Ich fand es auch etwas merkwürdig, da das eigentlich nicht die Aufgabe des Wardes ist, aber er hatte nichts an der Fracht zu beanstanden. Nun können wir uns auf direkten Weg nach Magdeburg begeben, um dort die Kohlen abzuladen.

Bruno Book

 

(Die Rezension zu "Erratum von Walter Sorrells" findet ihr im Ordner "Es wird Herbst"!)
Ankunft

Magdeburg

Heute sind wir endlich in Magdeburg angekommen. Das Wetter hat uns nicht gerade in die Karten gespielt. Immer wieder hat es geregnet und Unwetter zogen über unseren Frachter. Die Mannschaft machte sich Sorgen, dass der Regen bis in der Frachtraum durch dringt und die Kohle unbrauchbar macht. Aber Laines und Fabian haben sofort reagiert als die ersten Tropfen vom Himmel fielen und bedeckten die Fracht zusätzlich mit einer Plane. So konnte heute alles ordnungsgemäß abgeladen werden. Der Kunde war sehr zufrieden mit unserer Lieferung. Dennoch war es eine anstrengende Fahrt bis zu ihm. Jim schien Angst vor Gewitter zu haben und verkroch sich daher die meiste Zeit in seine Kabine. Natürlich zum Unmut von Nils, den genau wie Carl nichts mehr erschrecken konnte.

Ich habe Jim empfohlen den Trick der Assassine Celaena Sardothien anzuwenden. Sie hat sich in dem Buch „Throne of Glass“ jeden Tag die Worte vorgesagt:„Ich werde keine Angst haben!“ und fühlte sich danach immer viel mächtiger und stärker. Ich habe zwar nur den ersten Teil der Reihe gelesen, aber dieser hat mich stark beeindruckt, genauso wie der Mut der Protagonistin. Jim hat dieser Tipp anscheinend auch geholfen, denn schon am nächsten Tag verließ er seine Kabine und half Nils wieder bei seiner Arbeit.

Nach dieser Fahrt verbringen die Mannschaft und ich eine Nacht in Magdeburg und starten dann morgen mit 2 Tonnen Kies in Richtung Köln, wo dieser für eine Baustelle benötigt wird. Aber jetzt gilt es erst mal alle Kräfte zu sammeln und morgen beginnt ein neuer Tag.

Bruno Book

 


Throne of Glass von Sarah J. Maas gibt es in eurer Schulbibliothek.
Der grantige und der summende Matrose

Hannover

Heute passieren wir Hannover. Das Wetter wird jetzt immer herbstlicher und ungemütlicher. Die Sonne kommt nur noch selten um Vorschein und der Himmel ist weitaus grau. Das Beladen des Kieses ging schnell vonstatten, somit gab es keinerlei Verzögerungen. Die Mannschaft ist auch wieder gut bei Kräften und hoch motiviert. Außer Nils, der mit Köln wo keinen schönen Erinnerungen verbindet und deshalb noch grantiger ist als sonst. Jim hat sich schon an diese negative Ausstrahlung von seinem Boss gewöhnt und überspielt diese mit positiven Herumgehüpft. Immer wieder gleitet mir ein Lächeln über das Gesicht, wenn ich die Beiden bei der Arbeit beobachte. Nils Mundwinkel hängen bis zu den Schultern und Jim summt ein Lied. Schon eine sehr lustige Kombination. Fabian und Laines haben sich, nachdem wir abgelegt haben, in den Maschinenraum zurückgezogen. Die Druckschwankungen sind verschwunden und auch sonst läuft alles rund, also werde ich so erst mal nicht wieder an Deck sehen.

Als wir Hannover passierten, erzählte Carl mir von den verlassen Orten und mysteriösen Gebäuden in dieser Stadt. Er war ein richtiger Gruselfan. Damit hat er mich als Kind schon immer geärgert, da mir so was gar nicht gefällt. Doch immer wieder begann Carl mit einer neuen schrecklichen Legende über eine leerstehende Villa oder einen Tauf-/Opferstein. Mir lief es kalt den Rücken runter. Er erzählte mir von seinem Lieblingsbuch „Der Werwolf im Moor“, welches 5 schaurige Kurzgeschichten enthält, die einem den Atem stocken lassen. Ich konnte nur mit den Kopf schütteln, dann es waren doch alles nur Märchen. Sichtlich angegriffen von meinem Kommentar, kramte er aus seiner Tasche ein schwarzes Buch heraus. Vorwurfsvoll drückte er es mir in die Hand und meinte dass da alles drin stand, was man über Gruselwesen wissen müsste und die Geschichten nicht immer frei erfunden sind, sondern auf wahren Begebenheiten beruhen. Am Abend in meiner Kabine begann ich es zu lesen. Es war wirklich äußerst interessant, aber dennoch wurden meine Augen schwer und ich löschte das Licht, um zu schlafen. Plötzlich sehe ich wie das Buch zu leuchten begann. Es war so unheimlich, dass ich erst einschlafen konnte als ich das Buch unter einer Decke versteckte. So unheimlich dieses Buch auch ist, will ich es dennoch erst zu Ende lesen. Mal sehen, was ich noch alles lerne.

Bruno Book

Rezensionen zu Carls Bücher befinden sich im "... und es läuft uns kalt den Rücken runter" - Ordner.
Jim´s Desensibilisierung

Münster

Heute haben wir Münster passiert. Die Mannschaft ist noch immer hoch motiviert, auch Carl wird etwas entspannter. Über Münster schwebt ein großes Unwettergebiet, aber das kann die Crew nicht mehr schockieren. Außer Jim natürlich, aber das liegt wahrscheinlich an seiner mangelnden Erfahrung. Nils kommentierte dies nur mit:" Wenn du ein waschechter Seebär wärst, würde dir so ein bisschen Geschauckle und Geblitze nichts ausmachen." Denn bei dem letzten Unwetter haben wohl alle gemerkt, dass Jim alles andere lieber machen möchte, als auf der Boot bei Unwetter fest zu sitzen. Den Anderen macht das weniger aus. Die Haye Brüder sind vorgewarnt und schützen die Fracht mit einer Plane. Obwohl Kies weniger wasseranfällig ist als Kohle, aber sicher ist sicher.

Kurz vor Münster erreicht die MS Marie das Unwettergebiet. Nils und Carl haben einen verrückten Plan ausgeheckt, wie ich es auch nicht anders von ihnen erwartet hätte. Um Jim vor seiner Unwetterphobie zu heilen, haben sie ihn mit ins Steuerhäuschen gesperrt. Desensibilisierung haben sie das Ganze genannt. Zugegeben, es ist nicht die freundlichste Methode, aber ich weis noch genau wie das Kapitän Blue mit Carl bei seiner 1. Fahrt gemacht hat. Es hatte bestens funktioniert. Also wurde Jim kurzerhand auf einem Stuhl im Steuerhäuschen festgebunden und ein Eimer auf seinem Schoß drapiert. Ich habe sie davor gewarnt ihn nicht zusätzlich noch zu schikanieren, da das Unwetter ihn schon genug quält.

Als ich nach dem Unwetter das Häuschen wieder betrat, banden die beiden gerade Jim los. Ganz schlapp saß er auf seinem Stuhl. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er ohnmächtig war oder nur schlief. Ich bat Nils den gut gefüllten Eimer zu entsorgen und Carl teilte mir mir, dass er sich damals auf keinen Fall so angestellt hätte. Er habe wohl die ganze Nacht entweder geschrien oder den Eimer weiter gefüllt. Die Beiden sind förmlich mit den Nerven am Ende. Ich musste mir das Lachen verkneifen, weil ich noch genau wusste, wie Carl damals in der Nacht 3 Eimer gefüllt hatte. Aber naja, hoffentlich hat es was gebracht. Als ich an Jim ran trat, wurde klar das er schlief, was ein sehr gutes Zeichen war. Ich weckte ihn und gab ihn diesen Tag frei, um in seiner Kabine zu Kräften zu kommen. Er war kreidebleich und seine Stimme nur noch ein leises Krächzten. Carl und Nils klatschten sich ab. Hoffentlich haben sie es nicht übertrieben, aber das werden wir erst beim nächsten Unwetter wissen.

Bruno Book

Die alte Flamme

Köln

Heute haben wir unser Ziel in Köln erreicht. Es gab keine weiteren Komplikationen oder Gewitter. Jim ist nach seiner Desensibilisierung noch etwas neben der Spur, aber es geht ihm von Tag zu Tag besser. Mal sehen wie er beim nächsten Unwetterwarnung reagiert.

Nils Stimmung sank wieder ins unermessliche als wir in Köln einfuhren. Als wir dann noch am Hafen anlegten und eine Dame ihn schon freudestrahlend und winkend Empfang, wäre er am liebsten über Bord gesprungen. Als er an Land ging fiel sie ihn um den Hals und drückte ihm 100 Küsse ins Gesicht. Sie war anscheinend überglücklich ihn zusehen. Er eher weniger. Nun wurde mir auch klar, warum so grantig war, als wir erfuhren, dass unser Ziel Köln war. Es ist natürlich Nils private Angelegenheit, aber es ist doch mehr als seltsam. Als ich Jim nach der Dame fragte, konnte er sich keinen Reim darauf machen. Der gute Carl wusste da schon mehr. Die Frau heißt wohl Marie und ist eine alte Flamme von Nils. Sie ist sehr aufdringlich und anhänglich, weswegen er Schluss gemacht hat, aber sie will die Trennung einfach nicht wahr haben. Klar für Seeleute ist eine Beziehung immer schwierig, weil man so lange weg ist, aber das scheint der Dame nichts aus zu machen, so wie sie Nils umklammert.

Wir werden die Nacht wieder in Köln verbringen und morgen mit neuer Fracht nach Regensburg auf brechen. Ich glaube Marie wird darüber nicht erfreut sein. Dann kann ich schon mal damit rechnen, dass Nils Stimmung morgen besonders schlecht sein wird. Was es für Fracht sein wird, hat mir noch keiner verraten; also wird es morgen eine Überraschung. Mal sehen was es ist.

Bruno Book

 

Das Faltblatt und der Proviantkorb

Koblenz

Heute passieren wir Koblenz mit neuer Fracht. Wir haben nun 2 Tonnen Braukohle an Bord, die zu einer Fabrik nach Regensburg soll. Am Himmel sind keine Wolken zu sehen, aber es ist dennoch sehr kalt an Deck. Ich musste mir schon meine dicken Mantel anziehen, damit ich bei meinen Kontrollgängen nicht erfror.

Der Händler in Köln hat den Haye Brüdern vor unserer Abfahrt genauste Anweisungen gegeben, wie sie mit der Fracht umzugehen haben. Die Beiden waren davon tierisch genervt, weil er ihn ihre Arbeit erklärt, die sie schon 15 Jahre ausüben. Laines hat sogar ein Faltblatt bekommen, was die wichtigsten Anweisungen noch einmal zusammen fassen sollte. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, nahm er das detaillierte Blatt entgegen und bedankte sich herzlich. Als wir den Hafen verließen, sah ich wie die Brüder den Zettel überflog und ihn dann von Bord warfen. Danach bedeckten sie die Braunkohle mit zwei Planen und achteten präzise darauf das kein Wasser, egal wo es herkommt, die Fracht streifen konnte.

Auch der Abschied zwischen Nils und Marie war witzig mit anzusehen. Nils wirkte wie eine Salzsäule und Marie wie ein aufgeschrecktes Huhn. Sie hatte ihm sogar eine Proviantkorb gepackt mit allerlei selbstgemachten typisch -kölner Sachen darin. So bald wir ablegten, stand der Korb im Steuerhäuschen mit einem Zettel darauf: „Bedient euch. Ich will nichts davon.“ Naja, wenn er nicht wollte, soll es unser Schade nicht sein. Carl und ich haben uns bedient. Das Halve Hahn (Roggenbrötchen mit Gouda, Zwiebeln, Butter und Senf) war wirklich vorzüglich! Je weiter wir uns von Köln entfernen und umso leerer Carl und ich den Korb aßen, umso entspannter wurde Nils. Es war wie eine Last, die allmählich von ihm ab viel.

Es wird eine lange Reise bis Regensburg werden, aber wenn die Moral der gesamten Mannschaft nun wieder steigt, sehe ich dem positiv entgegen.

Bruno Book

Der musikalische Abend

Mainz

Heute haben wir Mainz passiert, sowie die Schleuse zwischen Rhein und Main. Seit drei Tagen regnet es ununterbrochen und der Himmel ist überwiegend grau.

Die Stimmung an Bord wird von Tag zu Tag entspannter. Gestern haben ich mit der Mannschaft sogar einen kleinen musikalischen Abend verbracht. Carl spielte die Fiedel und Jim die Flöte. Sogar Laines und Fabian waren an Deck gekommen, um mit uns im Steuerhäuschen zu feiern. Es gab zwar keinen besonderen Anlass, weswegen wir feierten, aber es war dennoch ein wunderschöner Abend. Wir sangen und tanzen sehr ausgelassen. Dazu haben auch unter anderen die zwei geöffneten Rumflaschen, sowie die letzten leckeren Reste von Marie´s Proviantkorb, beigetragen.

Carl und ich tanzten den Hornpipe. Der traditionelle Matrosentanz wurde uns bereits in der Ausbildung beigebracht. Es war ein Pflichtfach und diente zur Weiterführung der alten Traditionen. Geschockt waren wir alle als Jim uns offenbarte, dass er diesen Tanz weder kennt noch kann. Nils erwiderte:“ Und aus dir soll ein echter Matrose werden? Erst die Angst vor Gewitter und dann auch noch das?!“ Darauf hin spielte er sich als einen sehr strengen, leicht angetrunkener Tanzlehrer auf , der Jim sogleich die wichtigsten Schritte erklärte und die korrekte Ausführung demonstrierte. Für uns Anderen war es lustig mitanzusehen, wie ein betrunkener Matrose und einer mit zwei linken Füßen tanzten. Aber dafür, dass Jim es zum ersten Mal gemacht hat, hat er sich gut geschlagen.

Auch die Haye Brüder schließen sich langsam der Gruppe an. Man konnte sich super mit ihnen unterhalten und über verschiedene Themen austauschen. Das ist gut und sehr wichtig, da die Reise noch sehr lange dauern wird.


Bruno Book

Neues Crew-Mitglied

Würzburg

Heute haben wir in Würzburg einen kleinen Zwischenstopp gemacht. Die Mannschaft wächst langsam richtig zusammen, nur der ständige Regen nervt etwas.

Der Grund für den kurzen Stopp war, dass unser Proviant sich dem Ende neigte. Der festliche, musikalische Abend hat einige unserer Vorräte verschlungen. Also schnappte ich mir Jim und wir ging etwas zu Essen am Hafen einkaufen. Carl besorgte sich neuen Tabak und Nils ließ den angesammelten Müll verschwinden. Die Haye Brüder erkundigten sich, zu meiner Überraschung, nach einen ortsansässigen Mechaniker. Dieser sollte wohl man ein Auge auf unseren Motor werfen, da er auf dem Weg hier her häufig ausgefallen ist. Zwar haben Laines und Fabian sich bemüht ihn schnell wieder zum Laufen zu bringen, aber es ist schon ziemlich ungewöhnlich. Schön zu sehen, dass sie sich pflichtbewusst, um die Lösung dieses Problems kümmernd.

Jim und ich besorgten einige Grundnahrungsmittel, wie Tomaten und Möhren, aber auch einige Flaschen Rum für vielleicht den nächsten geselligen Abend. Auf dem Rückweg zum Boot verfolgte uns ein kleiner Straßenhund. Sein braun-graues Fell war stark verklebt und seine Körper zitterte im Regen. Jim war hellauf begeistert von diesem niedlichen Tier. Er stellte die Einkäufer auf einer Bank ab und streichelte den Hund behutsam. Sein Herz schmolz dahin, als er in die großen Augen sah und prompt fragte er mich, ob er nicht mit uns kommen könnte. Zugegeben ich habe auch ein großes Herz für Tiere und somit habe ich auch nur sehr kurz gezögert. Meine Bedingungen waren lediglich, dass er sich gut um ihn kümmert muss und dass er dabei seine Arbeit nicht vernachlässigt. Ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, willigte Jim sofort ein. Nun hatten wir anscheinend ein neues Crew-Mitglied. Als wir am Schiff ankamen, war die gesamte Mannschaft versammelt und alle Aufgaben erledigt. Auch war der Motor repariert und somit konnten wir weiter fahren. Unser neuer Passagier fand nicht bei allen den besten Anklang. Nils war stark distanziert und nannte ihn einen stinkenden Köter, aber Jim ließ sich nicht beirren und brachte ihn gleich in seine Kabine.

Hoffentlich bringt der kleine Hund keine Probleme mit sich. Aber mit diesen großen Augen und dieser kleine Nase kann man ihm nichts Übel nehmen. Das Einzige was ihm noch fehlt ist ein Name?!

Bruno Book

Wie soll der kleine Hund heißen? Eure Namensvorschläge werden in der Bibliothek gesammelt. Also kommt vorbei oder sendet eine Email an bibliothe@gymnossen.lernsax.de!
Der Steuermann und der Hund

Nürnberg

Heute haben wir Nürnberg passiert. Das Wetter hat sich wieder aufgeklart und seit 2 Tagen scheint die Sonne, aber es ist sehr kalt. Es wird einfach langsam Winter. Die gesamte Mannschaft haben ihre Wintermäntel angezogen, außer die Haye Brüder, die von dem Motor gewärmt werden.

Unser neuer Passagier wurde von Jim gewaschen und wieder ordentlich zurecht gemacht. Jim konnte sich immer noch nicht entscheiden, welchen Name er ihm gibt. Aber da er sowieso meist um ihn herum ist, kann es sich noch einen schönen überlegen. Der Kleine springt nun frisch fröhlich über das Deck, während Jim seine Arbeit verrichtet. Nils ist davon gar nicht begeistert. Er konnte sich immer noch mit dem kleinem Anfreunden. Immer wieder beschimpft er ihn als dreckigen Köter oder doofes Vieh, was den Hund immer winseln hinter Jim zusammen zucken ließ. Jim gefällt, dass auch gar nicht. Aber um keinen Streit zu provozieren, fragte er Carl, ob er ihn ihm Steuerhäuschen lassen könnte.

Carl hat von klein auf Angst vor Hunde. Schon damals hat er die Straßenseite gewechselt, wenn er nur einen Hund sah. Einmal hat er mir erzählt, dass er als Kleinkind mal von einem bösen Nachbarshund angegriffen wurde. Seine Mutter hatte einmal gemeint, dass es nur ein kleiner Dackel war, der ihn vor freunde beschnüffelt hat. Aber Carl Geschichte war deutlich anders. Angeblich hätte der Nachbarshund brutal zu Boden gerissen und dann versucht ihn zu beißen.

Seit der Jim´s Hund an Bord ist, geht er ihm strikt aus dem Weg. Aber ich habe mich für den kleinen Fratz eingesetzt. Nach stundenlangen Betteln darf der Hund  nun auf eine Decke in der Ecke des Häuschens sitzen, während Jim seiner Arbeit nachgeht. Aber wenn er ihn anfällt, würde er ihn persönlich über Bord werfen. Als ich Carl besuchte herrschte eine äußerst angespannte Stimmung. Der Kleine saß brav in der Ecke mit aufmerksamen Blick beobachtet er Carl und sein Schwanz wackelte vor Freude. Der Steuermann stand aber so weit wie möglich weg von ihm. Ich hoffe sie freunden sich noch an und das die Stimmung sich bis Regensburg etwas auflockert.

Bruno Book

Verratet mir eure Namensvorschläge! Entweder in der Bibliothek während den Öffnungszeiten oder per Email.
Er nannte ihn Nobody - Der Fisch in Salzkruste (11 - 20)
Er nannte ihn Nobody

Regensburg

Heute haben wir die Ware in Regensburg abgeliefert und stechen bereits morgen wieder in See. Der erste Schnee ist gefallen und färbte die Häuserdächer weiß. Die Mannschaft ist fast wie eingeforen und nur noch selten bewegt sich etwas auf dem Deck.

Jim und sein kleiner Freund springen förmlich von Bord. Nach langen Überlegungen hat er entschieden ihn "Nobody" zu nennen, weil niemand ihm einen vernüpftigen Namen nennen konnte. Außerdem erinnerte er ihn an den Helden des Lieblingsfilmes seines Vaters, denn sie immer zusammen geschaut haben. Es war schön mit anzusehen wie der Hund sich über seinen neuen Namen gefreut hat. Carl hat auch seine Schimpftiraden gegen Nobody beendet und hat sich nun wohl oder übel mit ihm abgefunden. Nur Carl ist immer noch nicht entspannter, dass Nobody den Tag meist bei ihnen ihm Steuerhäuschen verbrachte. Er ist sehr unkonzentriert und schaut auch immer ängstlich hinter sich auf den Hund. So haben wir bei anlegen fasst die Steg gerammt. Also habe ich entschieden, dass es so nicht weiter gehen kann, sonst sinken wir irgendwann noch. Am Hafen habe ich für Nobody eine 3m lange Leine gekauft, damit hat er genau Freiraum und kann aber auch nicht von Bord springen. Jim war mit dieser Idee einverstanden.

Morgen bekommen wir 2 Tonnen Kies beladen, welche wir an eine Baustelle in Aschaffenburg bringen sollen. Dort haben wir, wenn wir pünktlich sind, über Weihnachten 4 Tage frei. Dann geht es weiter, aber es ist noch unklar wohin.

Bruno Book

Schneespiele

Bamberg

Heute sind wir an Bamberg vorbeigefahren. Auf den Ufern liegt eine dicke Eisschicht und es hört nicht auf zu schneien. An Bord keimt auch langsam die Weihnachtsstimmung auf.

Eines morgens wahr das Steuerhäuschen mit Kränzen geschmückt. Carl war auch sehr überrascht. Ich habe die Haye Brüder im Verdacht, denn als sie im Maschinenraum gesucht habe, war dort auch alles geschmückt. Schöne Idee von den Beiden, so wirkt das Schiff heimeliger. Besonders da wir Weihnachten nicht bei unseren Familien sind, was für alle ziemlich schwer werden wird.

Jim muss nun jeden Tag das Deck von einer dicken Schneeschicht befreien, die über Nacht gefallen ist. Noboby gefällt das sehr. Er hüpft in die Schneehaufen herum und schnappt nach fallenden Schneeflocken. Niedlich sieht ja schon aus. Sogar Nils rutscht ab und zu einen kleiner Schmunzler über Gesicht, wenn Nobody bis zu den Ohrenspitzen im Schnee verschwindet. Anscheinend gewöhnt er sich langsam an den kleinen Racker. Gestern haben Jim und Nobody sich gegenseitig mit Schnee beworfen. Carl hat ihn angeschnauzt, dass er den Mist unterlassen soll. Carl und ich tauscht einen Blick aus und verließen das Steuerhäuschen. Draußen formten wir beide einen Schneeball und bewarfen Carl damit, mitten in seiner Schimpftirade. Daraus entwickelte sich eine heftige Schneeballschlacht, bei der alle ihren Spaß hatten, sogar auch Nils.

Schön zu sehen, dass wir einander noch nicht umgebracht haben, nach dieser langen Zeit an Bord. Ich habe langsam echt das Gefühl, dass wir wie eine Familie zusammenzuwachsen.

Bruno Book

Probleme?

Schweinfurt

Heute haben wir Schweinfurt passiert. Das hält weiterhin Schneefall für uns bereit und ein starker Wind bläst über den Main. Die gesamte Crew ist jetzt endgültig der Weihnachtstimmung verfallen.

Jeder hat ein Weihnachtslied auf den Lippen und das Deck schmücken Schneefiguren, die jedes Mannschaftsmitglied in den letzten Tagen gebaut haben. Ich durfte sogar entscheiden, welche am Besten aussieht. Gewonnen haben die Haye Brüder, die sehr detailverliebt unsere Mannschaft aus Schnee modelliert haben. Sogar Nobody saß als Schneehund mittendrin. Es ist schön die Harmonie in der Team zu sehen.

Doch leider habe ich gestern bei einen Kontrollrundgang über das Schiff gesehen wie Carl und Laines heftig miteinander stritten. Sie schmissen sich gegenseitig Beleidigungen an den Kopf und wurden dabei immer lauter. Ich trennte die beiden, um heraus zu finden, was geschehen war, aber prompt kamen Fabian und Nils dazu, die sich den beiden Streithälsen annahmen und anstatt sie zu beruhigen, nur noch mehr befeuerten. Nach langen Überreden und der Unterstützung von Jim und Nobody konnte wir sie zurück an ihre Arbeit schicken, aber die Stimmung blieb angespannt. Nach wie vor bricht ein Streit aus, wenn die beiden sich zufällig über den Weg laufen. Auch konnte ich noch nicht erfahren, was der Grund für den Streit ist. Die Weihnachsstimmung ist damit wohl tiefgefroren und kurz davor zu zerspringen.

Eigentlich dachte ich wir sind langsam als Familie zusammen gewachsen, aber in jeden Familie gibt es Streitereien oder ? Ich mache mir wirklich Sorgen.

Bruno Book

Weihnacht auf dem Schiff

Aschaffenburg

Heute haben wir in Aschaffenburg das Schiff erneut beladen, um noch heute weiterzufahren nach Stuttgart. Mit unserer Ankunft am 24. Dezember vormittags begannen die Weihnachtstage. Grauschwarze Gewitterwolken schweben schon die ganze Zeit über uns und spiegeln auch die angespannte Stimmung an Bord wieder. Der Schnee ist komplett weggeschmolzen und ließ nur eine bittere Kälte zurück.

Eigentlich war geplant am Heilligen Abend gemeinsam auf dem Schiff zu feiern, aber nach der Streit stand dies auf der Kippe. Jim und ich gingen dennoch alles für einen geselligen Abend einkaufen. Nobody haben wir beim Schiff gelassen. Die Brüder, Nils und Carl warfen sich immer noch giftige Blicke zu. Von Carl habe ich erfahren ,dass Laines auf einen freundlich gemeinten Rat, über reagiert hatte. Laines Version war da jedoch etwas anders. Er hätte Carl erwischt wie er am Motor hantierte und Einstellungen verstellte. Da er das überhaupt nicht leiden konnte, hat er Carl in seine Schranken gewiesen.

Klar weis ich ,das in beiden Versionen ein Fünkchen Wahrheit steckt. Carl mischt sich auch gern in Sachen ein, die ihn eigentlich nichts angehen. Allerdings war Laines sein Anschiss auch nicht ohne. Bevor Jim und ich aufgebrochen sind, war die Stimmung immer noch kurz vorm Explodieren. Doch als wir zurück waren, spielten sie zusammen mit Nobody an Deck mit einem kleinen Ball. Kurz habe ich überlegt, ob ich auf dem falschen Schiff bin, aber nein. Wirklich keine Ahnung was passiert war, ob sie sich gesprochen oder geschlagen haben. Aber da keiner verletzt war hoffte ich stark auf ersteres. Nun sind sie wieder voll und ganz in Weihnachtsstimmung. So konnte wir den Heiligen Abend starten.

Gemeinsam setzten wir uns ins Steuerhäuschen, wo wir eine Tafel gedeckt haben. Sogar eine kleine Gans haben wir gekauft, die nun über der brennenden Feuerschale gart. Ein bisschen Rotkraut, ein paar Kartoffeln und fertig ist das Festmahl. Es war wirklich gemütlich. Sogar einen kleinen, nicht mehr ganz so schön aussehenden Tannenbaum haben die Haye Brüder am Hafen gefunden, denn sie zusammen mit Jim dekoriert haben. Gemeinsam saßen wir dann lange an der Tafel aßen, tranken und lachten gemeinsam. Es war ein wirklich schöner Abend. Carl und Jim spielten gemeinsam Weihnachtslieder und alle sangen so gut sie eben konnten. Jim hatte sogar noch ein selbst gemachtes Weihnachtsgeschenk für alle: Rumkugeln, die wirklich göttlich geschmeckt haben. Aber das wichtigste sind nicht die Geschenke, sondern die Menschen, die mit einem unter dem Baum sitzen.

Nach 3 Tage Ruhe wurde nun heute das Schiff mit 3 Tonnen Kies beladen und die Tour kann weiter gehen.

Bruno Book

Frohes neues Jahr

Mainz

Heute passieren wir Mainz. Der Schnee ist größtenteils geschmolzen und ab und zu scheint die Sonne. Wenn ich nicht wüsste das Januar ist, würde ich sagen es beginnt der Frühling.

Silvester hat die gesamte Crew auf dem Schiff gefeiert mit einer kleinen Party. Am Morgen des 31. hat Jim stolz einen mittelgroßen Karpfen im Rhein gefangen. Carl hat ihn präzise verarbeitet und gebacken. Jedes Mannschaftsmitglied erhielt eine Schuppe, die sie sich in die Geldbörse legten, dies soll traditionell Geldsegen beschwören. Auch Nobody bekam eine; klar brauch ein Hund kein Geld, aber Glück kann jeder gebrauchen. Jim bastelte aus der Schuppe ein kleines Halsband, was er ihm umlegte. Immer wieder schüttelte es der kleine Kerl ab, aber nach mehreren Anläufen ließ er es über sich ergehen. Gemeinsam aßen wir den Fisch an der großen Tafel in dem Steuerhäuschen. Die Stimmung war einfach wunderbar und niemand dachten an den gigantischen Streit der noch vor kurzen an Bord herrschte. Die Haye Brüder haben sogar ein bisschen Feuerwerk besorgt und es zu Beginn des neuen Jahres steigen lassen. Es war fantastisch da zuzusehen, wie es explodiert und Farbspektakel freilegte. Bevor wir dann zu Bett gingen, teilten wir noch unseren guten Vorsätze miteinander. Laines und Fabian wollen öfter an Deck kommen, auch wenn es keine Probleme gibt. Carl will versuchen etwas Sport zu machen, damit er, wie er sagt, nicht zu schnell eingeht. Jim ist möchte alles Lernen über die Schifffahrt und sich wieder mehr auf seine Arbeit konzentrieren, anstatt mit Nobody. Nils hält nichts von Neujahrsvorsätzen; er lebt lieber wie es ihm passt. Ich wünsche mir nur das der Frieden an Bord noch möglich lange bestehen bleibt, weil so ist es am Besten.

Das neue Jahr hat auch bis jetzt gut gestartet. Die Brüder essen aller zwei Tage an Deck mit uns Mittag. Carl joggt ein mal in der Woche ein paar Runden an Bord. Jim bringt mir jetzt immer Nobody, wenn er sich auf seine Arbeit konzentrieren muss oder Theorie lernt. Nils raucht weiter und trinkt fröhlich sein Feierabendbier. Und alle sind friedlich. Hoffentlich hält diese Phase nicht allzu kurz an.

Bruno Book

Härteprüfung

Mannheim

Heute passieren wir Mannheim. Die Folgen der letzten Nacht sind noch für die gesamte Mannschaft deutlich spürbar. Auch wenn sich jetzt nur noch selten eine Wolke an den sonst blauen Himmel verirrt.

Letzte Nacht zog ein starkes Unwetter über uns hinweg. Wir alle haben kaum Schlaf bekommen, da eine Seil riss und somit den Kies freilegte wurde. Die Crew musste mit anpacken, um die Fracht zu sichern. Das war besonders schwer für Jim, der seit seiner Desensibilisierung nicht wieder mit Gewitter in Berührung kam. Doch er hat sich sehr gut geschlagen. Als ihm jedoch klar wurde, dass wir jetzt Raus müssen, um den Kies zu sichern, musste er sich übergeben. Eigentlich wollte ich ihn außen vorlassen, um Jim nicht ihn Gefahr zu bringen. Aber wir brauchten jeden Mann. Denn bei der Reparatur hat er sich dann zusammen gerissen und die Plane gehalten, damit sie nicht weg fliegt, während die Haye Brüder sie wieder festbinden.

Zudem schwankte das Schiff auch stark, was besonders Nobody zu setzte, der diesen Wellengang an Bord noch nicht gewohnt ist. Während wir die Fracht sicherten, verstecke er sich im Steuerhäuschen. Winselnd rollte er sich in seinem kleinen Körbchen zusammen und hoffte wahrscheinlich darauf, dass es bald vorbei sei. Leider übergab auch er sich in einer Ecke des Häuschens, was besonders für Carl nicht besonders angenehm war.

Zum Glück ist der heutige Tag nun sehr ruhig. Carl und die Haye Brüder habe ich heute von der Arbeit befreit, damit sie etwas Schlaf nachholen können. Jim putzt seine und Nobody's Schweinereien weg, bevor auch er mit dem Hund in seiner Kabine verschwindet. Carl steht im gut durchgelüfteten Steuerhäuschen und betrachte friedlich den Fluss. Als ich mich zu ihm gesellte, sagte er:" Außer dem Übergeben am Anfang hat sich Jim doch gut gehalten. Bist du stolz auf ihn, dass er über seinen Schatten gesprungen ist und einen so großen Fortschritt gemacht hat ?" Darauf konnte ich nur zustimmend nicken.

Bruno Book

 

Bye Bye

Heidelberg

Heute passierten wir Heidelberg. Das Wetter hat sich der geselligen Stimmung an Bord angepasst. Das Gewitter ist verzogen, die Crew ist entspannt und zu neuen Taten bereit.

Dennoch sind die nächsten dunklen Wolken in Sicht. An letzten Schleuse auf dieser Tour mussten wir den strengsten aller Schleusenwärter kennenlernen, welcher sich als Klaus Rinski vorstellte. Bevor wir die Schleuse passieren durften, machte er einen Rundgang über das gesamte Schiff. Alles wurde von ihm kontrolliert, gemessen und auseinander genommen, um mögliche Regelverstöße zuerkennen. Leider hat er auch eine Sache gefunden und die war Nobody. Einen Hund ohne Sinn oder passendes Training auf einen Binnenfrachter zu halten ist regelwidrig. Jim klammerte sich an seinen pelzigen Gefährten und wollte ihn auf keinen Fall hergeben. Auch die restliche Crew hatte den kleinen Vierbeiner in ihr Herz geschlossen. Doch es war nun mal regelwidrig und Herr Rinski lies sich auch nicht überzeugen. Der Hund musste das Deck verlassen, aber wo hin? Eine Mannschaftsbesprechung brachte dann die goldene Idee. Carl hat Verwandte in Heidelberg und würde sie fragen, ob sie Nobody aufnehmen könnten. So könnten wir die Schleuse passieren und die Ware nach Stuttgart bringen und auf dem Rückweg sammeln wir den Kleinen wieder ein. Vielleicht ist uns auch bis dahin eine Idee gekommen, wie wir den Vierbeiner an Bord legitim halten können. Gesagt getan. Gestern brachte Carl Nobody zu seine Cousine, die ihn freudestrahlend begrüßte. Für Jim war der Abschied, auch wenn er nur vorübergehen war, sehr schwer, doch er verstand auch, dass es das Beste für uns alle war.

So konnten wir die Schleuse unter einen Grummeln von Klaus Rinski passieren und steuern nun auf den Stuttgarter Hafen zu.

Bruno Book

 

Ein alter Freund

Stuttgart

Heute haben wir unser Etappenziel Stuttgart erreicht. Die Stadt begrüßte uns auch schon mit ihrem regnerischen Wetter.

Der Plan für heute war Carl, Jim und ich würden die Hafenwacht besuchen und dort in Erfahrung bringen, wann es legitim ist einen Hund an Bord zu halten. Die Anderen würden den Kies abladen und die neue Fracht entgegen nehmen, damit wir so schnell wie möglich weiter fahren können. So machten wir drei uns auf dem Weg ins Büro des Hafenmeisters Ralf Kulio. Eigentlich ist er immer sehr beschäftigt, aber auch hier zahlen sich gute Kontakt aus. Denn Ralf ging nämlich mit Carl und mit zur Schule bevor er und seiner Familie nach Stuttgart umzog. Es war sehr schön unseren alten Freund nach dieser langen Zeit wieder zu sehen. Er hatte auch eine gute Idee und zwar, wenn wir Nobody als Rettungshund ausbilden, ist es erlaubt ihn an Bord zu halten. Da müsste aber täglich trainiert werden, um auch nach zwei Jahren eine Abschlussprüfung zu bestehen. Jim meldete sich sofort als Freiwilliger für das Training, aber das konnte ich nicht verantworten. Er ist ja selber noch in der Ausbildung und hat seine Aufgaben an Bord, die er erledigen muss. Dann auch noch das Training mit Nobody wäre zu viel, aber Carl erinnerte sich das einer der besten Hundetrainer in Köln lebt, vielleicht kann er ja den Vierbeiner ausbilden. Ralf bestätigte dies und sagte, dass er sogar dafür bekannt ist mit dem Hund zu reisen und ihn an Bord auszubilden. Also perfekt für uns!

Wir verabschiedeten uns dankbar und kehrten zum Boot zurück. Dort waren bereit 3 Tonnen Schotter beladen, die nun von uns nach Meppen gebracht werden müssen.

Bruno Book

 

Willkommen zurück an Bord

Heidelberg

Heute haben wir natürlich kurz in Heidelberg angelegt. Die Mannschaft ist weiterhin guter Dinge und der Himmel ist wolkenverhangen.

Bevor wird die Schleuse passieren, müssen wir natürlich noch Nobody holen. Carl und Jim haben ihn heute Vormittag bei Carls Cousine geholt. Der Vierbeiner und der Schiffsjunge fielen sich um den Hals, als wäre bereits 2 Monate vergangen. Zum Glück sind die Beiden jetzt wieder zusammen und werden auch so schnell nicht wieder getrennt. Die Cousine hat auch erzählt, dass er sich gut benommen hat, obwohl er am Anfang sehr viel gewinselte immer mit Blickrichtung Tür. Mit dem Plan Nobody als Rettungshund auszubilden, gibt es auch keine Probleme mehr bei Kontrollen. Klaus Rinski ließ uns passieren nach einer erneuten ausführlichen Kontrolle, aber es war wieder mal alles in Ordnung.

Leider werkeln die Haye Brüder seit dem täglich am Motor. In letzter Zeit sind ihnen kleiner Macken aufgefallen. Temperaturanstiege, Drucksenkungen und kleiner Ausfälle. Aber die konnten alle schnell wieder korrigiert werden. Das ist auch wichtig, damit wir im Zeitplan bleiben. Es sollen ja auch keine Verzögerungen durch den geplanten Zwischenstopp in Köln entstehen.

Zum Glück haben wir so erfahrene Mechaniker, bei denen die Maschinen auf Hochtouren laufen. Hoffentlich macht der Motor das auch mit.

Bruno Book

Der Fisch in Salzkruste

Bingen

Heute passierten wir Bingen. Immer weniger Wolken sind am Himmel zu sehen und langsam scheint es wirklich Frühling zu werden.

Gestern wurde im Steuerhäuschen gefeiert. Carl und ich sind jetzt schon 25 Jahre im Dienst. Schon ziemlich schräg wie lange das ist. Gleich der Schule sind wir an die Akademie gegangen. Uns war beiden von Anfang an klar, dass wir es machen wollten und somit waren wir nicht allein. Mit 16 sind wir Zuhause ausgezogen, um uns dann ein Zimmer im Wohnheim zu teilen. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß !

Zur Feier des Tages bereitete Nils seinen berüchtigten Fisch in Salzkruste zu. Das Rezept wird seit Generationen in seiner Familie vererbt und seine Großmutter persönlich hat es ihm beigebracht. Seit unserem Start in Lübeck schwärt er uns davon vor, wie gut er es kochen kann. Damit soll seine Mutter auch einige Preise gewonnen haben. Klar waren wir da alle sehr neugierig darauf. Also haben wir beschlossen, da es zum Anlass passt, Nils sein Ding machen zu lassen und uns dann den Bauch voll zu schlagen. Am Abend versammelten wir uns alle im Steuerhäuschen an einer langen Tafel, die wir auch etwas geschmückt haben. Voller Vorfreude verteilte Carl Nils Kunstwerk. Sogar Nobody bekam ein kleines Stück. Es roch fantastisch und der gesamten Crew lief das Wasser im Mund zusammen. Als Nils die Abfälle zurück in die Küche brachte, konnten wir nicht an uns halten und nahmen den ersten Bissen. ABER es schmeckte leider nicht gut. Wirklich überhaupt nicht. Dabei waren wir uns auch alle einig, aber was nun machen ? Nils sollte bald zurückkommen. In Sekundenschnelle rannte Jim zum Fenster und öffnete es. Er entleert unsere Teller und Nobody Futternapf im Meer. Als Nils zurückkam, bedachten wir uns für dieses besonders leckere Essen und er freute sich sehr über das Feedback. Seine Strahlen wichen den ganzen Abend nicht aus seinem Gesicht.

Trotz des miesen Essens war es ein sehr schöner Abend. Ob wir Nils jeweils die Wahrheit sagen werden? Mal sehen.

Bruno Book

 

Frühjahrsputz - Zwischenstopp (21 - 30)
Frühjahrsputz

Koblenz

Heute passieren wir wieder Koblenz. Der Himmel ist weitestgehend grau und die Temperaturen sind mild.

In den Gärten am Ufer des Rhein sprießen die ersten Frühblüher. Schneeglöckchen und Krokusse zeigen an, dass es langsam Frühling wird. Natürlich hat auch die Mannschaft die Frühlingsgefühle gepackt. Fabian und Laines gehen ganz darin auf und haben es sich zur Aufgabe gemacht alles zu Putzen. Schon gestern liefen sie mit Staubwedeln über das gesamte Deck und entfernen auch aus den kleinsten Ecken die Spinnenweben. Heute haben sie sich noch Jim geschnappt und wischen das Deck, die Fenster im Steuerhäuschen und alle Tischoberflächen. Natürlich ist es nicht ihr Aufgabenbereich, aber der Motor hat schon seit langen keine Probleme mehr gemacht. Ein ständiges Grinsen in den Gesichtern der Beiden verrät mir auch, dass es ihnen sehr viel Freude bereitet. Also warum soll ich sie abhalten. Zudem glänzt das ganze Schiff wie frisch aus der Fabrik. Carl und Nils waren leicht genervt, da die Brüder ihnen immer im Weg standen und sie so bei der Arbeit störten. Aber auch sie mussten zugeben, dass der Frachter noch nie besser ausgesehen hat. So haben sie die Notwendigkeit erkannt. Laines war beim Frühjahrsputz auch so perfektionistisch, dass er am liebsten auch die Unterseite des Schiffen reinigen würde, aber die liegt ja jetzt im Wasser. Dies ist der einzige Grund, der ihn davon abhalten konnte.

Unser nächster Stopp ist Köln, um den Hundetrainer an Bord zu holen, der dann aus unserem kleinen Nobody einen Rettungshund macht. Mal sehen wie er sich dann macht.

Bruno Book

Der Hundetrainer

Köln

Heute haben wir in Köln angelegt, um den Hundetrainer an Bord zu holen. Die Wolken haben sich wieder zusammengezogen und färben den Himmel grau.

Wie auch das letzte Mal auf den Weg nach Köln, verschlechtert sich Nils Laune mit jedem Metern dem wir uns der Stadt nähern. Er rechnet wohl sehr stark damit auf Marie zu treffen. Und so wie ich seine (Ex-) Freundin beim letzten Mal erlebt habe, wird sie sich seinen erneuten Besuch in der Stadt nicht entgehen lassen. Bestimmt wartete sie bereit am Hafen darauf, dass das Schiff einläuft. An Nils nach unten gezogenen Mundwinkeln kann man seine Vorfreude darauf erkennen. Aber auch er versteht den Zweck des Zwischenstopps und lässt es deshalb über sich ergehen.

Um so schnell wie möglich weiterfahren zu können, ließ ich dem Hundetrainer übermitteln, wann wir ankommen und bat ihn darum an Hafen auf uns zu Warten. So wird unserer Zeitplan nicht komplett beeinflusst. Er antwortet, dass er sich schon sehr auf seinen Schüler und auf die Arbeit mit ihm. Also legten wir am vereinbarten Treffpunkt in Köln an. Dort wartete auch schon jemand auf uns - Marie. Als wir von Bord gingen, fiel sie den versteiften Nils um den Hals und drückte ihm einen dicken Kuss auf die Wange. Er grummelte nur etwas von "Hallo, Marie". Mir vielen die Taschen auf, die sie bei sich hatte. Komisch und auch keine andere Person zu sehen. Hat der Hundetrainer sich vielleicht verspätet? Fragen schaute ich mich um, aber entdeckte keine andere Person. Plötzlich stand Marie vor mir und reichte mir die Hand zur Begrüßung. Sie stellte sich vor und erklärte, sie freue sich schon darauf ihren Schüler kennenzulernen. Prompt kam auch schon Nobody vom Schiff gelaufen und wuselte freudig um ihre Beine. Meine Crew und ich schauten uns fragten an, während Marie den Hund streichelte. Wir alle kennen die Geschichte mit ihr und Nils. Wirklich niemand hat erwartet, dass sie der Hundetrainer ist. Jim durchbrach als Erstes die Anspannung, die in der Luft lag und erzählte Marie von den Befehlen, die er Nobody bereits beigebracht hat. Beide lachen darauf und Jim führt sie an Bord, um ihr die Kabine zu zeigen.Wie ihn Trachee folgte auch der Rest der Mannschaft ihnen an Deck.

Nils Gesicht war gezeichnet von Überraschung, Wut, und vielleicht auch einen kleinen Hauch Vorfreude. Wer weiß. Jedenfalls wird es jetzt sehr spannend an Bord.

Bruno Book

 

Das Schweigen an Deck

Duisburg

Heute passieren wir Duisburg. Der Himmel hat sich verdichtet und immer wieder regnet es.

Es ist eine äußerst komisches Miteinander an Bord. Die eins fröhliche Stimmung wurde durch Maries Erscheinen komplett gedreht. Nils geht ihr gezielt aus dem Weg und seit 3 Tagen habe ich ihn kein Wort mehr sagen hören. Immer noch genervt davon, dass seine ehemalige Freundin an Bord ist, gibt er nur manchmal unverständliches Grummeln von sich.

Die Brüder bemerken natürlich, wie wir alle die bedrückende Stimmung und ziehen sich wieder in dem Maschinenraum zurück, denn sie seit 2 Tagen nicht mehr verlassen haben. Sie sind anscheinend wieder zu ihrer alten Regel übergegangen, nur noch im äußersten Notfall an Deck zu kommen.

Auch Carl fühlt sich sehr unwohl seit der Ankunft unserer Hundetrainerin. Er hat mal versucht mit ihr ein Gespräch anzufangen, aber Beide haben schnell gemerkt, dass nur wenig Themen haben, welche sie beide Interessieren. Und verläuft ihre Begegnung immer nach dem gleichen Muster: kleine Begrüßung, gefolgt von peinlichen Schweigen.

Nur Jim sieht man an diesem Tagen lachen, wenn er mit Marie gemeinsam Nobody trainiert. Sie verstehen sich blenden, was mich wirklich sehr freut, aber die Stimmung muss sich trotzdem ändern. So kann es doch nicht weitergehen. Vielleicht hilft ein geselliger Abend sich wieder etwas anzunähern.

Bruno Book

 

Verdammt realistisches Training

Datteln

Heute passieren wir Datteln bei strahlenden Sonnenschein. Auch wenn das Wetter um uns so schön ist, die Stimmung an Bord ist es gewiss nicht.

An Deck herrscht eine besonders angespannte Atmosphäre, die vor allen von Nils ausgeht. Er meidet sämtliche Wege auf denen nur die geringste Chance besteht, dass Marie ihn auch nutzt. Auf einen Boot bleiben da nicht mehr so Viele übrig. Jeden Tag mache ich meine Runde über das Schiff und bleibe dann bei Carl im Steuerhäuschen.

Als ich gestern meine tägliche Runde gelaufen bin, sehe ich plötzlich Jim anscheinend bewusstlos auf dem Deck liegen. Ein Blitz fuhr durch mich als ich zu ihm hin lief. Seine Augen sind geschlossen, aber er atmet noch. Panik stieg in mir auf. Nun kommt Nobody angerannt mit einer Decke. Die legte er präzise über ihn, öffnete sein Mund und hob seinen Kopf an. Ich war trotz des Schocks über Jims Zustand sehr stolz und überrascht über Nobodys Reaktion. Als der Erste-Hilfe-Griffe beendet hat, hörte ich ein leises Klatschen, dass immer lauter wird. Es handelt sich um Marie, die zum Geschehen kommt und anscheinend überhaupt nicht verwirrt ist wegen Jim. Doch plötzlich bewegt er sich auch und setzt sich mit einem Lächeln zwischen mich und Nobody. Wie die beiden mir darauf ihn erklärten, war dies eine Notfallübung und Teil von Nobody Training. Zur Belohnung erhielt der Kleine ein Leckerli von seiner Trainerin. Alle drei gingen dann lachen von dannen.

So sollte die Stimmung allgemein wieder an Bord sein. Lachen bei der Arbeit macht doch viel mehr Spaß als Stille.

Bruno Book

Für die Gemeinschaft

Rheine

Haute passieren wir Rheine. Die Stimmung an Bord ist immer noch sehr eisig, aber das Wetter wird von Tag zu Tag wärmer.

Seit Tagen versuche ich die Mannschaft wieder zu gemeinsamen Aktivitäten zu Bewegen, aber alle schütteln nur mit dem Kopf und lehnen dankend ab. Ich wollte schon Carl fragen, ob er nochmal seinen berüchtigten Salz-Fisch zu machen, in der Hoffnung das keiner ihn verletzten möchte. Aber dann würden sie nur krank spielen oder eine andere plausible Entschuldigung finden, warum sie nicht erscheinen können. Wirklich keiner möchte noch einmal dieses Rezept probieren. Verständlich eigentlich, aber so kann es doch nicht weitergehen.

Also habe ich mir etwas ziemlich drastisches Überlegt, um sie wenigstens für einen kurzen Moment zu Einen. Nachts als alle in ihren Kajüten waren, schlich ich mich an Deck. Dort löste ich 3 Befestigungen an der Plane über der Fracht und durchtrennte ein Seil am hängenden Rettungsboot. Für solche Aufgaben müssen sie zwangsläufig zusammen arbeiten. So alarmierte ich die gesamte Crew, auch Marie, den jede Hand ist wichtig. Mit zerzausten Haaren und müden Augen kamen alle an Deck. Wie seit langem nicht mehr arbeitete die Mannschaft zusammen und behoben meinen platzierten Schaden.

Dann geschah noch etwas wunderbares. Das Team versammelten sich im Steuerhäuschen und stießen auf eine gelungene nächtliche Aktion an, sowie auf weiterhin gut Zusammenarbeit. Marie wurde in verschiedene Gespräche integriert und offiziell an Bord begrüßt. Zwar saß Carl so weit wie möglich weg von ihr und zog ein grimmiges Gesicht, aber das bekommen wir auch noch hin. Denn wenn man etwas gemeinsam macht, kann es nicht schief gehen.

Bruno Book

 

Versöhnung?

Meppen

Heute haben wir Meppen erreicht und damit den Zielort des Schotters an Bord.

Die Stimmung an Deck ist wieder zu ihrer alten Form angelaufen. Man begrüßt sich freundlich, vertieft sich in spannende Gesprächsthemen und das Gelächter ist allgegenwärtig. Der Einzige, der sich dieser wunderbaren Stimmung noch nicht angeschlossen hat, ist Nils, der besonders brummig tagtäglich über das Schiff schlürft. Auch die Tatsache, dass es wieder geschneit hat und er nun das Deck von Schnee befreien muss, befeuert diese Stimmung nicht gerade. Er muss sich mit Marie aussprechen. Sie hat ja anscheinend die Vergangenheit hinter sich gelassen, warum kann er das nicht?

Während die Haye Brüder mit der Hafenarbeitern die Fracht abladen, verteilte ich weitere Aufgaben. Carl und Ich würde uns den nächsten Auftrag abholen. Jim (und Nobody) "bewachen" das Schiff und die beiden ehemaligen Liebenden schickte ich Proviant kaufen. Das mussten sie wohl oder übel reden, hoffe ich zumindest. So teilten sich alle auf. Als Nächstes führt uns unsere Reise mit 3 Tonnen Sand nach Dresden; da war ich schon lange nicht mehr. Diese wurden auch bereits unter Nobody's wachsamen Augen fachgerecht beladen. Als dann auch noch Marie und Nils aus der Stadt mit reichlich Vorräten zurück kamen, konnten wir auch ablegen.

Tatsächlich scheint sich die Stimmung zwischen den Beiden entspannt zu haben. Ich bin mir nicht sicher was passiert ist, aber ich bin der Meinung ein Lächeln auf Nils Gesicht gesehen zu haben. Wird jetzt also alles gut?

Bruno Book

Habachtstellung

Minden

Heute haben wir Minden passiert. Die Sonne kommt jetzt immer häufiger heraus und erwärmt das Deck.

Ich weiß, dass ich die letzten Wochen mich immer beschwert habe was für eine Stimmung an Bord herrscht und wie schön es ist das sie jetzt vorüber ist. Mindestens einmal in der Woche treffen wir uns alle im Steuerhäuschen und feiern ein bisschen.Wirklich wunderbar, aber nun habe ich seit Tagen so ein komisches Gefühl.

Eine eigenartige Habachtstellung, weil ich denke, dass jeden Moment eine neues Problem kommt. So was passiert immer wenn man am wenigsten damit rechnet. Wirklich ich habe ein sehr ungutes Gefühl und ich weiß nicht warum. Es ist einfach so ein Kribbeln in der Magengrube. Hoffentlich wird es kein zu großes Problem. Die Ruhe vor dem Sturm mach mich ganz wahnsinnig. Es ist einfach zu perfekt; versteht ihr was ich meine? Egal wie sehr ich versuche die glückliche Stimmung zu genießen, diese Vorahnung verschwindet nicht. Die Anspannung ist mein ständiger Begleiter und verfolgt mich auf meinen täglichen Rundgängen. Wenn ich an den lachenden Crew-Mitgliedern vorbeigehe, erscheint dennoch ein Schmunzeln auf meinem Gesicht.

Bald ist Ostern, hoffentlich können wir das Fest gemeinsam in Ruhe und Frieden genießen.

Bruno Book

Osteressen

Helmstedt

Heute passieren wir Helmstedt. und die Sonne läutet einen wunderschönen Ostertag ein.

Gestern haben Marie und Nils Eier nach altem Familienrezept gefärbt. In der Küche roch es nach Zwiebel, Rotkraut und Essig. Sie verzierten sie sogar mit den verschiedensten Pflanzenmustern.Die leuchtenden Ergebnisse trocknen im Steuerhäuschen. Die Haye Brüder bereiteten ein typisches Ostermahl zu, also keinen Fisch in Salzkruste ;) Es wird ein leckeren Hasenbraten und einen Osterzopf gemacht. Die Beide wirklich herrlich aussehen. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, dass ich nicht schon vorher probiere.

Währenddessen haben Carl und ich uns was besonders einfallen lassen. Wir haben für Jeden eine Kleinlichkeit besorgt und sie gut an Deck versteckt. Nobody konnte so seinen Spürsinn trainieren und fand gemeinsam mit Jim in Sekundenschnelle ihre Geschenke. Die anderen haben sich weniger gut angestellt, aber mit vielen Hinweisen haben auch sie ihre Präsente gefunden. Es hat allen viel Spaß gemacht. Der perfekte Abschluss war dann das wirklich lecker und gesellige Osteressen.

Es war einfach der perfekte Tag, aber dennoch hatte ich dieses Gefühl in der Magengrube. Unheimlich oder?

Bruno Book

Eierschecke

Dresden

Heute treffen wir in Dresden ein, dem Zielort unserer Fracht. Das Wetter segnet uns mit strahlenden Sonnenschein, was somit auch kein Problem gibt beim Abladen.

Dieses Mal halfen Alle mit beim Abladen, denn die neugewonnene Harmonie ist auch förderlich für den Teamgeist. Zusammen mit 2 Hafenarbeiter waren die 2 Tonnen Sand in einer halben Stunde abgeladen und verladen, um sie zum Zielort außerhalb der Stadt zu bringen. Unsere neuen Ladung war noch nicht vollständig also hatten wir Zeit die Stadt zu erkunden. Ich war lange nicht mehr in Dresden. Das letzte Mal wahrscheinlich vor 10 Jahren oder so.

Zu Feier des Tages, denn ich hatte es niemanden gesagt, aber ich hatte Geburtstag, lud ich die Mannschaft in ein Café an der Elbe ein. Der Keller, der den regionalen Dialekt sprach, empfahl uns die Eierschecke zu probieren. Uns allen war dieses Wort völlig unbekannt, davon absehen, dass wir ihn so schon kaum verstanden haben. Also bestellten wir 6 Tassen Kaffee, eine Tasse Kakao für Jim und 7 Stück Eierschecke. Es wurde uns alles sehr schnell serviert und roch fantastisch. Die Eierschecke stellte sich als Quarkkuchen heraus, der wirklich herrlich schmeckte. Also Kompliment an die Sachsen :) Mit freudigen Gesprächen und leckerem Essen blieben wir noch eine ganze Weile sitzen.

Als wir wieder an das Schiff zurückkamen, war dieses bereits mit 3 Tonnen Kohle beladen, welche von uns nun nach Lübeck gebracht wird.

Bruno Book

Zwischenstopp

Magdeburg

Heute musste wir in Magdeburg anlegen. Der Regen prasselt auf das Deck und die grauen Wolken verdecken die helle Sonne.

Eigentlich war doch alles oki?! Die Harmonie in der Mannschaft war da und alles lief wie am Schnürchen. Aber genau dann, wenn man es nicht erwartet, passieren die schlimmsten Dinge. Gerade als wir Magdeburg passieren wollte, setzte unser Motor plötzlich aus. Das hat er schon ab und zu gemachte, aber ich habe immer auf die Fähigkeit der Haye Brüdern verlassen, die ihn schnell wieder neu gestartet haben. Aber dieses mal blieb er aus. Laines kam nach 10 min etwas panisch an Deck gelaufen. Er versuchte mir zu erklären, dass etwas kaputt sei und sie es allein nicht reparieren können.

Also funkte ich die Hafenwacht an und schilderte ihnen unsere Situation. Diese schickten uns dann ein Schiff, was uns an den Kai zog, wo wir anlegen konnten. Zwei Magdeburger Mechaniker gingen mit den Brüdern unter Deck, um sich das Problem anzusehen. Ich gab der Zentrale über die Verzögerung Bescheid, die nicht gerade begeistert waren. Aber sie können daran ja auch nichts ändern.

Wie uns dann mitgeteilt wurde, wird die Reparatur einige Tage in Angriff nehmen. So besorgte ich uns allen Zimmer, denn wir bleiben vorerst hier.

Bruno Book

 

Alt gegen Neu

Magdeburg

Wir sitzen immer noch in Magdeburg, aber wenigstens ist das Wetter schön.

Die Probleme am Motor waren anscheinend doch größer als wir uns gedacht haben. Nach 2 Tagen an denen die Haye Brüder mit etlichen Handwerkern an ihm gearbeitet haben, wurde festgestellt, dass er nicht mehr zu retten ist. So habe ich mit der Reederei gesprochen und sie davon überzeugt, dass eine Reparatur teuer ist als ein neuer Motor, was sie eingesehen haben und uns einen Neuen bestellten. Dieser kam gestern an, aber zunächst muss der alte Ausgebaut werden. Die gesamte Crew und einige Hafenmitarbeiter haben sich also heute versammelt, um zuerst die Fracht abzuladen, dann das Schiff in ein nahegelegene Werkstatt zu transportieren, wo dann der Motor gewechselt werden kann. Alle packten tatkräftig mit an, nur Nobody schaute uns aufmerksam zu.

Es war sehr mühselig, da die Fracht stückchenweise abladen werden musste. Dies ging natürlich nur in einer Art Menschenkette, sonst wären wir ja nächste Woche noch nicht fertig gewesen. Die 3t Kohle mussten erst in Eimer geschaufelt werden, um dann in einer nahen Lagerhalle wieder ausgekippt zu werden. Ich konnte alle meine Knochen spüren. Aber das war pure Teamarbeit und so haben wir dann auch die MS Marie in die Werkstatt bekommen.

Morgen bauen sie den alten Motor aus , hoffentlich ohne weitere Probleme, und ersetzten ihn mit dem Neuen. Wenn alles gut geht können wir bald unsere Tour fortsetzten.

Bruno Book

Weiterfahren

Magdeburg

Heute starten wir endlich wieder unser Runde bei wie sollte es anders sein: strahlenden Sonnenschein. (Der Reim war nicht beabsichtigt:))

Die ganze Reparatur des Motors sowie das End- und Beladen des Schiffes hat noch einige Tage in Anspruch genommen. Es war überaus mühselig für die gesamte Crew, die alle dabei halfen. Die Haye Brüder waren erst mit den Umtausch des Motors beschäftigt und dann wurden sie noch detailliert in das neue Modell eingewiesen. Sie war somit fast die ganze Zeit auf Achse, damit wir so bald wie möglich auslaufen können. Leider konnten wir sie da wenig unterstützen, da uns einfach die Erfahrung fehlt. Jim und Nils nutzten die Zeit, die die Reparatur brauchte, um das gesamte Schiff auf Hochglanz zu bringen und kleine Korrekturen an der Ausstattung vorzunehmen. Marie beschäftigte sich vorrangig mit Nobody und trainierte mit ihm verschiedene Rettungssituationen im Hafenbereich. Der Hund scheint das auch alles sehr viel Spaß zu machen und hat in seiner Hundetrainerin auch eine neue Vertraute gefunden. Carl nutzt die Gunst der Stunde, um Verwandte in der Nähe zu besuchen, die er lange nicht mehr gesehen hat.

Ich dagegen sitze fasst den ganzen Tag am Telefon und tätige die unterschiedlichsten Anrufe. Unser ungeplanter Zwischenstopp in Köln, um Marie abzuholen, ist aufgefallen und die Tatsache, dass wir wieder Zeit verlieren für den Austausch des Motors, stößt bei der Reederei nicht gerade auf Verständnis. Somit muss ich viele Dinge erklären und weniger angenehme Gespräche führen. Hoffentlich hat die ganzen Sache nicht noch zu große Folgen für uns alle. Aber ich denke wie immer positiv :)

Bruno Book

Aktionen im Schuljahr 2021/22

Feedback für die Bibliothek

Ich würde mich sehr über eine kurze Rückmeldung von euch freuen über die Aktionen und Angebote im ersten Halbjahr. Bitte füllt über den folgenden Link die Umfrage aus. DANKE :)

Link zur Umfrage

Es wird Herbst ...

Die Blätter fallen ...

Jetzt Herbstblätter in der Bibliothek falten.

... und die Drachen steigen.

Lustige Drachen in der Bibo basteln

... und es läuft uns kalt den Rücken runter.
Was trägst du dieses Jahr zu Halloween ? - Auswertung

Kreativste Vorschläge: Avatar Aang und Gangsterbraut :)

Die Mutige können ein Foto von ihrem Kostüm an bibliothek@gymnossen.lernsax.de sende.

Ein schaurig schönes Halloween

Bastele ab Montag (11.10.) in der Bibliothek:

 

Freche Geister

(Sogar Bruno hat Angst.)

&


Schicke Kürbisse

Kalt, weiß, Winter

Bastelt eure eigenen individuellen Schneeflocken

oder

willst du einen Schneemann bauen ?

 

Geschenke, Glocken, Sternenglanz

Weihnachtliche Aktionen in der Bibliothek

08.12

Plätzchenverkostung mit Tee und Weihnachtsgeschichten (Mittagspause)


15.12/20.12

Workshop zum richtigen Einpacken eurer Weihnachtsgeschenke (Mittagspause)


Jeden Tag

Öffnen des Adventskalenders mit kniffeligen Fragen. Wer die richtige Antwort kennt erhält eine süße Belohnung.


Neuheiten nur im Dezember

Ausleihbare BlindDate- Bücher, wer sich überraschen lassen will.


Außerdem wird wieder fleißig gebastelt,

z.B. Sterne und Schneekugeln.

Also schaut doch mal vorbei !

Frohe Weihnachten euch allen

und einen gesundes schönes neues Jahr

 

Eure Bibliothekarin und Bruno Book

Adventskalender

Türchen 1 - Wie heißen die 3 heiligen Könige? --> Caspar, Melchior und Balthasar

Türchen 2 - Woran soll Lametta im Baum erinnern? --> Es soll an Eiszapfen erinnern.

Türchen 3 - Welches Märchen ist das? Ein weißer Stoff wir aufgehalten, um goldene Dinge aufzufangen. --> Der Sterntaler

Türchen 4 - Wer bringt in Italien die Geschenke? --> Die Hexe Befana

Türchen 5 - Woran müssen die Kinder heute abend denken? --> Daran ihre Stiefel zu putzen.

Türchen 6 - Welche Figuren gehören zur traditionellen Weihnachtskrippe? --> Jesus, Marie, Josef, 3 heilige Könige, Hirte + Schafe, Engel, Ochse und Esel

Türchen 7 - Welches Märchen ist das? Eine rote und eine weiße Rose sind zusehen. --> Schneeweißchen und Rosenrot

Türchen 8 - Plätzchenverkostung --> Das belieteste Plätzchen ist schokoladige Kernknacker. (Rezept folgt)

Türchen 9 - Wer ist Beutolomäus? --> Er ist der lebendige Sack des Weihnachtsmanns. (bekannt aus der gleichnamigen Kika Serie)

Türchen 10 - Wie viele Geister erscheinen Ebenezer Scrooge? --> Vier (der verstobene Geschäftspartner und die Geister der vergangenen, gegwärtigen und zukünftigen Weihnachten)

Türchen 11 - Wie kann man Weihanchtsmann und Nikolaus unterscheiden? --> Sie tragen unterschiedliche Kopfbedeckungen. Der Nikolaus tägt einen Bischoshut und der Weihnachtsmann trägt eine Mütze.

Türchen 12 - Welches Märchen ist das? Ein Mädchen verliert beim weglaufen einen Schuh. --> Aschenputtel/Cinderella

Türchen 13 - Was trägt die schwedische Lucia heute bei Umzügen? --> Sie trägt einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf.

Türchen 14 - Von wem wissen wir, wie es Weihnachten in Bullerbü zugeht? --> Bullerbü ist ein Ort aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Astid Lindgren.

Türchen 15 - Workshop zum richtigen Einpacken eurer Weihnachtsgeschenke.

Türchen 16 - Welches Märchen ist das? Eine goldene Kugel fällt in den Brunnen? --> Froschkönig

Türchen 17 - Wer begleitet Väterchen Frost bei der Gabenverteilung? --> Schneeflöckchen

Türchen 18 -  Woraus gewinnt man Zimt aus dem Zimtbaum? --> Zimt wird aus der Rinde gewonnen.

Türchen 19 - Welche Romanfigur behaupt, der Weihnachtsmann stammt von einem Elfenkönig namens San D'Klaas ab? --> Artemis Fowl aus der gleichnahmigen Reihe

Türchen 20 - Workshop zum richtigen Einpacken eurer Weihnachtsgeschenke.

Türchen 21 - Welches Märchen ist das? Eine Hand greift nach einem geflochtenen Zopf. --> Rapunzel

Türchen 22 - Welchen Beruf hatte Josef? --> Zimmermann

Türchen 23 - Welches Märchen ist das? Eine Hand mit einem blutenden Finger liegt neben einer Spindel. --> Dornröschen

Türchen 24 - Was schenkt man sich gern in Italien zu Weihnachten? --> Rote Unterwäsche, weil es Glück bringen soll.

Wer hat denn dieses Wetter bestellt ?

In der Bibliothek wird es stürmisch.

 

Im Vorraum sammeln sich viele interessante Bauernregeln und eine aktuelle Wetteruhr. Gebastelt werden können Sonnen, Wolken und Regenschirme, als Deko für die Bibo. Außerdem gibt es ein neues Dooble zum Wetter und ein Wasserkreislaufpuzzle.

Am 7.Februar versuchen wir gemeinsam Flaschen-Wolken herzustellen und bauen uns ein eigenes Wetterbarometer.

Der Frühling erwacht ...

Willkommen Frühling !


Lasst uns gemeinsam die Bibliothek erblühen.

Es können die unterschiedlichsten Blumen gebastelt werden.

Die Osterwoche in der Bibliothek

Montag, 11.04.2022 --> Osternester basteln (+ Trockenzeit)

Mittwoch, 13.04.2022 --> Ostereier färben mit Naturmaterialien

Schreibwettbewerb 2022

„Bewegung“


Die Form und Länge der Texte ist nicht festgelegt.

Geschichte, Gedicht, Comic,... EGAL!

Es muss nur ein unten genanntes Thema im Text enthalten sein.

Einsendeschluss: 30.04.2022 →

bei Bibliothekarin, im Bibliotheksfach (Übergang Haus1&2) oder per Email an bibliothek@gymnossen.lernsax.de


1. Alltägliche Gegenstände, die die Welt bewegen

Bevor man mit dem Schreiben beginnt, werden in der Schulbibliothek drei Gegenstände gezogen, die dann in euren Text eingearbeitet werden.

 

2. „Das Leben ist wie Fahrrad fahren. Um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.“

Lasst euch von dem Zitat von Albert Einstein inspirieren oder arbeitet eure persönliche Meinung dazu in euren Text ein.

Bücher des Monats 2021/22
Unsere Neuzugänge

Hallo Leute, hier ist eurer Bruno.

Es gibt neue Bücher in der Bibliothek und die sind wirklich honigsüß. Da ist wirklich für jeden was dabei:

Für die Wissensdurstigen         Für Umweltretter              Für die Rückwärtsleser

                                     

Für die Geheimagenten        Für Kriminologen              Für die Englisch-Asse

                                        

Oder schaut euch mal dieses coole Rätselbuch und dieses neue Strategiespiel an. Ich konnte kaum die Pfoten davon lassen. Wirklich Bärenstark.

         

Also kommt doch mal vorbei. Wir freuen uns auf dich :)

Buch des Monats September

Erratum von Walter Sorrells

Jeder Mensch besitzt Druckfehler, die ihn einzigartig machen.

- J. Wunder

Eine kleine Entscheidung kann das Leben komplett verändern? Ob du Eis oder Kuchen wählst kann beeinflussen, ob dein Freund morgen Blau oder Gelb anzieht. Ein kaputte Kugel kann eine Karriere auslöschen und der Besuch in einer Buchhandlung kann dein Leben komplett auf links drehen. Das musste Jessica Sternhagen am eigenen Leib erfahren als sie nichts ahnend einen „neuen“ Buchladen betrat. Dort bekam sie ein Buch, welches ihr Leben beschreibt. Irgendwie kennen jetzt alle ihren Name und alle haben riesiges Interesse an diesem Buch „Ihr Leb“, eine einzige Ausgabe mit Druckfehlern („Erratum“). Auch ihr bester Freund Dale kann sich daraus keinem Reim machen, da er von der örtlichen Bibliothek angeklagt wurde, genau diese Ausgabe nicht zurück gebracht zu haben. Die Beiden laufen immer weiter in ein spannendes Abenteuer auf den Straßen der Entscheidungen. Aber kann Jessica die wichtige Entscheidung fällen, die ihr Universum vor der Zerstörung befahrt? Denn die dunkle Macht zögert nicht eine Sekunde und Jessica muss immer wieder entscheiden, wem sie vertrauen kann.

Dieses äußerst spannende Buch ist perfekt für einen verregneten Herbsttag mit einer Tasse Tee und einer Kuscheldecke. Taucht ein in diese mysteriöse Welt in der die Plot-Twists Programm sind. Immer wieder neue Gefahren lauern auf den Seite. Ein vollkommen unerwartetes Ende setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein sehr gelungenes Buch, was den Leser zum Nachdenken anregt, ob an dieser Theorie mit den Entscheidungen etwas dran ist. Gibt es vielleicht tatsächlich ein Netzwerk aus Universen, was wir mit unseren Entscheidungen geflochten haben.

2011 bringt Walter Sorrells „Erratum“ auf den Markt. Leider ist das das einzige Buch, was wir in der Bibliothek haben.Ich hoffe sehr es stößt hier auf seine Liebhaber, die die richtigen Entscheidungen treffen und sich nicht an Druckfehlern stören.

  3,5 von 5 Sternen

 

Buch des Monats Oktober

Der Werwolf im Moor

Jedes Kind liebt es Dinge zu tun, die eigentlich verboten sind. Somit werden Grenzen ausgetestet und Rebellion symbolisiert. So auch Tom und Rank, die sich nachts rausschliechen, um im Moor nach einem Werwolf zu suchen. Oder Claire und Fred, die nachts in eine alte Villa schleichen und dort der weißen Dame begegnen. Wenn Kinder vom Weg abweichen, ist es nicht selten, dass etwas myteriöses passiert, wie bei Scottie, der auf dem Flughafen einen seltsamen Mann mit einen Monokel in die Arme läuft. Oder Bob und Marlen, die beim Ski fahren auf einen riesigen Schneemann stoßen. Oder auch Lisa, die das Verbotene Zimmer betritt und sich plötzlich, wo ganz anders befindet.

Alle ihre Geschichten stehen in dem Buch „Der Werwolf im Moor“ von ten Haaf. Das richtige Buch für Gruselfans. Die kleinen Geschichten haben die perfekte läge, um sie vor dem Einschlafen zu Lesen, wenn man sich traut.

Das Gruselhandbuch

Werwölfe, Vampire, Monster, Hexen,... Sie alle haben haben eins gemeinsam sie gehören zu der sogenannten andern Wirklichkeit,also sich sind nicht real. Oder vielleicht auch doch nicht? Wer hat sich nicht schon einmal gefragt: Wie wird man zum Vampir ? Wie bekämpft man einen Werwolf? Warum spucken Geister in einer alten Villa?

Auf alle diese Fragen und auf so viele mehr hat „Das Gruselhandbuch“ von Paul van Loon eine Antwort. Es dient als Nachschlagewerk für alle von uns geliebten Gruselwesen. Es ist sehr empfehles wert, weil es einen neunen Blick auf diese Wesen gewährt. Am besten man hat es da wenn man einen Gruselbuch („Werwolf im Moor“) liest, um Fragen sofort zu klären.


Fazit

Beide Bücher sind eine absolute Empfehlung und sollten von jedem Gruselfan gelesen werden. Leider sind es die einzigen beiden Exemplare, die wir da haben, also beeilt euch mit ausleihen.

4,5/5 Sternen

Buch des Monats Oktober 2

Die 3 ??? - Grabstimmen

Stimmen aus dem Jenseits, Verstorbene Tiere, die gar nicht so tot sind und böse spukende Verwandte. Niemand weiß was kommen wird, wenn mal wieder das Telefon in Zentrale klingelt. Ein normaler Fall wäre natürlich auch viel zu langweilig für die drei Detektive: Justus, Peter und Bob. Können sie das Rätsel um diese mysteriösen Vorfälle lösen ?

Mrs Holligan lebt in der Angst vor dem nächsten Anruf. Ist es wieder ein Drohanruf ihrer toten Schwester? Aber ist ihre Schwester wirklich zurückgekehrt, um ihre herzkranke Schwester zu Tode zu erschrecken?

Die Hollywood -Diva Milva Summer glaubt fest an die Macht des Tarot und Schicksalsmächte. Aber ist sie wirklich den Tode geweiht, wie die Karten ihr verraten? Wer hat Ihr Kater am Busch aufgehangen? Was hat ihr seltsamer Bodyguard damit zu tun?

Die Opernsängerin Dora Mastrantonio würde ermordet, wie sie selbst bei einer Seance ihren drei verbliebenen Freundinnen verrät. Aber ist es wirklich Dora, die zu ihnen spricht und wer hat sie dann ermordet?

Fragen über Fragen, die nur die 3 ??? beantworten können und ihr, wenn ihr das Buch lest. Ich fand das Buch super spannend, da man nicht gleich erkannte, wer der Täter ist und an jeder Ecke war ein neue Wendung. Dadurch das es 3 einzelne unabhängige Geschichten sind, muss man nicht unbedingt hintereinander weg lesen.

 

4/5

Buch des Monats November

Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied von Victoria Schwab


„Monster, Monster, klein und groß, werden dich packen und lassen nicht los.
Corsai, Corsai, Zähne und Klauen, Schatten und Knochen verbreiten das Grauen.
Malachai, Malachai gerissen und schlau, lächeln und beißen, ob Mann oder Frau.
Sunai, Sunai, schwarze Augen, Ihr Lied wird dir die Seele rauben.
Monster, Monster, klein und groß, werden dich packen und lassen nicht los.“

Dieses Lied kennt jeder in Verity-City. Es beschreibt die Gefahr, welche die Nacht mit sich bringt, wenn die Monster jagen gehen. Zusätzlich zu diesem Problem ist die Stadt in zwei befeindete Teile geteilt: North City unter den Harkers und South City unter den Flynns. Diese sind im Krieg miteinander, doch es konnte ein Waffenstillstand ausgehandelt werden. Die Kinder der beiden Lager gehen mehr oder weniger absichtlich auf die selbe Schule und freunden sich langsam an. Bis eines Tages ein grauenhaftes Ereignis die beiden verbindet und sie zusammen fliehen müssen. Werden die beiden einen sicheren Ort erreichen oder haben die Monsters sie bereits eingeholt?

Victoria Schwab hat einen fesselnden Schreibstil, der mit jeder neuen Seite begeistert. Besonders spannend fand ich die beiden Grundprobleme: Die Monster und die Zweiteilung der Stadt. Wie gehen die Fynns und die Hakers mit diesen Problemen um und wie wollen sie sie lösen? Lest es selbst nach.

„Dieses wilde, wilde Lied“ ist der erste Teil einer Duologie. Leider haben wir nur den diesen Teil in der Schulbibliothek, aber die Fortsetzung steht schon auf der Wunschliste ;)

  4,5/5

Buch des Monats November 2

Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Vor 200 Jahren geschrieben - ein wahrer Klassiker, der über Generation hinweg immer noch gern gelesen wird.

Im 19. Jh war es für eine angesehene Familie besonders wichtig ihren Töchter an wohlhabende Männer zu verheiraten. So auch die Eltern der Familie Bennet, die mit 5 Töchtern gesegnet wurden. Somit besuchen die jungen Damen unterschiedlichsten Bälle und tanzen mit attraktiven Junggesellen. Doch am meisten sind die beiden älteren Töchtern Jane und Elisabeth von dem neuen Nachbarn Charles Bingley und seiner Freund Darcy. Die jüngeren Töchter der Familie interessieren sich sehr für die Offiziere der nagelegenden Militärbasis und suche dort ihrer Verehrer. Zum Unmut aller taucht auch noch der ungeliebte Onkel auf, der als nächster männlicher Verwandte das Vermögen der Familie erben wird.

Besonders im Vordergrund rückt immer mehr Elisabeth, die mit ihrer offenen Art sich selten etwas verbieten lässt. Diese Charaktereigenschaft von ihr beeindruckt Darcy immer mehr, da sie ihm nicht wie üblich direkt an seinen Hals wirft. Leider für dieser Charakter auch zu Empörungen in der eigenen Familie und der gesellschaftlichen Umgebung, aber das stört sie sehr wenig und geht lieber ihren eignen Weg.

Es ist sehr interessant zu sehen, wie das Leben der jungen Damen in diesem Zeitalter war. Das wichtigste war eine gute Heirat, dafür wurde alles ausgerichtet. Es wurden Bücher gelesen, verschiedene Sprachen trainiert, Musikinstrumente spielen und Tanzen gelernt, nur um den Junggesellen zu gefallen. Dem Schreibstil des Romans ist anfangs ziemlich schwer zu folgen, aber ein Überbleibsel aus der alten Zeit. Auf jeden Fall ist es eine schöne Liebesgeschichte, die weitere Generationen überdauern wird.

  3,5/5

Buch des Monats Dezember 1

Ulysses Moore – Die Tür zu Zeit

Die Zwillinge Jason und Julia sind wenig begeistert von ihrem Umzug nach Kilmore Cove, aber sich machen das beste daraus und erkunden mit ihrem neuen Freund Rick die Villa Argo. Das mysteriöse Haus birgt viele Rätsel und Geheimnisse. Der Gärtner ist eine von ihnen genau wie der ehemalige Hausbesitzer Ulysses Moore. Die Drei stolpern immer wieder über verschlüsselt Botschaften und versteckte Hinweise.Werden sie das Geheimnis um die Villa lüften? Auch wirft die seltsame Miss Newton mit ihrem Chaufeur weitere Rätsel auf?

Nicht nur der Roman ist spannend, sondern auch die Entstehung. Der Autor hat auf äußerst verwunderte Weise seine Manuskript dem Verlag zukommen lassen. Es war verschlüsselt und in einer Truhe gesperrt. Der Lektor musste es erst aufwendig decodieren.

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und lädt zum mit rätseln ein. Dennoch endet es mit einem Cliffhanger, der erst im 2. Band gelöst wird. Ach gibt es noch viele weitere spannende Abenteuer von Jason, Julia und Rick.

Folgende Bände stehen auch schon auf der Wunschliste der Bibliothek.

4,9/5

Buch des Monats Dezember 2

David und der Weihnachtskarpfen – Jan Prochàzka

In vielen Familien ist es eine alt bewehrte Tradition am Heiligen Abend Karpfen zu essen, so auch bei David und seinen Eltern. Also kauft er mit seinem Vater am Tag vor Heilig Abend einen Karpfen beim Fischhändler. Doch David wird erst als er das große Messer in der heimischen Küche sieht bewusst, was mit seinen neuen Freund geschehen soll. So fasst er den Entschluss ihn vor diesem Schicksal zu bewahren.

Eine kleine Weihnachtsgeschichte aus der Hauptstadt Tschechiens, die sich sehr gut lesen lässt. Mit der großen Schrift und den vielen Illustrationen auch für Leseanfänger geeignet. Vielleicht auch zum gemeinsamen Lesen mit vielleicht den kleineren Geschwistern in der Weihnachstzeit.

4/5

Buch des Monats Januar 1

Die Tintenherztriologie - Cornelia Funke

Jeder ambitionierte Leser wünscht sich voll und ganz in die Buchwelt eintauchen zu können oder nur einen Kaffee mit dem Lieblingscharakter essen zu gehen. Es gibt die Gabe, Figuren aus den Bücher zu lesen, aber leider kann es auch ein Fluch sein, wenn man die Gabe nicht so recht kontrollieren kann und gefährliche Menschen aus dem Buch liest und dafür geliebte Menschen verschwinden.

Als Meggie ihren Vater mit einen mysteriösen Fremden reden sieht, merkt sie gleich das sie etwas verbergen. In diesem Moment konnte sie noch nicht ahnen, wohin sie das Abenteuer schon bald verschlägt. Eine etwas verrückte Großtante, die Bücher sammelt, und ein gehörnter Marder sind da noch das kleinere Übel. Wie ein kleines altes Buch „Tintenherz“ sie um ihr Überleben kämpfen lässt. Aber egal ob in unserer oder einer anderen Welt, es wir auf jeden Fall spannend.

Diese 3 Teile der berühmten Autorin Cornelia Funke nehmen sich an dem Abenteuergrad nicht viel. Am Ende des ersten Teils dachte ich die Geschichte wäre auserzählt, aber sie belehrte mich eines besseren. Klassiker unter den Fantasy-Romanen und eine absolute Leseempfehlung.

5/5

Buch des Monats Januar 2

Die Sturmkönige (Bd.1) - Kai Meyer

- Düsteres und mystiches Abenteuer in Land der aufgehenden Sonne. -

Der junge Protagonist Tarik al-Jamal ist mit seinem fliegenden Teppich der beste Schmuggler im weitem Orients. Doch der Verlust seiner großen Liebe bricht den einst Unerschrockenen und treibt ein Keil zwischen ihn und seinen Bruder Junis. Nun nimmt er keine Touren mehr außerhalb der Stadt an und fliegt bei illegalen Teppichrennen mit. Doch ein Auftrag von seinem Bruders soll diesen mitten hinein ins gefährliche Dschinnland führen. Tarik begleitet Junis und seine Auftraggeberin Sabatea, um sie zu beschützen. Ihre Reise führt sie in ein Kriegsgebiet, indem keine Naturgesetze gelten und die Dschinne turmhohe Monumente aus Toten errichteten.

Zu dem werden sie von gefährlichen Horden gejagt, die schon ganze Städte ausradiert haben. Wenn sie Bagdad sicher erreichen wollen, müssen die verfeindeten Brüder auf alles gefasst sein.

Auf jeder Seite eine neue spannende Wendung in einer mystischen Welt mit Dschinn, fliegenden Teppichen und Sturmkönigen. Die Figuren machen eine interessante Entwicklung auf ihrer Abenteuerreise. Der erste Teil der Trilogie macht schon Lust auf mehr.

5/5

Buch des Monats Februar

"Die Geschichte des Wassers" - Maja Lunde

All unser Besitz in einem halben Schrank. Vorher hatte ich eine Wohnung besessen, einen kleinen Flachbildfernseher, ein Handy, min. 15 T-Shirts, sieben Hosen, acht Paar Schuhe, einen Berg Socken, die nie zusammenpassten,[...] eine Brieftasche aus Kalbsleder, zwei Topfpflanzen, um die sich Anna kümmert, drei Blumenvasen, Bettzeug für vier Personen, einen ordentlichen Stapel Handtücher, die meisten vom Waschen verfärbt, [...] einen Klopapierrollenhalter, eine Waschschüssel und einen Mopp, [...] ein Plakat mit einem Bild von Manhattan vor der letzten Springflut, eine Frau, zwei Kinder ...

2017 und 2041, Norwegen und Frankreich, Signe und David

Signe stzt sich seit sie denken kann für die Umwelt ein. Doch als sie entdeckt, dass ein besonderer Gletscher abgebaut wird, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise, um ihre Jugendliebe zur Rede zu stellen.
David flüchtet mit seiner Tochter in ein Rotkeuz-Lager. Die große Dürre und die Wasserknappheit zwangen sie dazu. Mit jedem Tag schwindet die Hoffnung ihre getrennte Familie wieder zu vereinen, bis sie eines Tages ein altes Segelboot finden.

Geschickt verwebt die Autorin die beiden Geschichten miteinander. Viele interessante Denkansätze bringen den Lesen ins grübeln. Nach den unabhängingen ersten Teil ("Die Geschichte der Bienen") eine überausgelungene Fortsetzung.

  4/5

Buch des Monats März

"Sakura" - Kim Kestner

Es ist die einzige Chance, die ich je haben werde und sie kann mich das Leben kosten.

Juri lebt seit sie Denken kann auf Ebene 1, die sehr tief in der Erde liegen. Die Sonne, die auf Ebene 7 strahlt, hat sie noch nie gesehen. Ihr Job in der Leichenhalle ermöglicht ihr, im Vergleich zum Rest der Bevölkerung, mehr oder weniger regelmäßige Mahlzeiten. Eines Tage suchen Soldaten des Kaisers in ihrer Ebene nach den Vollkommensten unter ihnen. Diese können sich wortwörtlich einen Platz an der Sonne verdienen. Juri sieht darin eine Chance, die sie so schnell nicht wieder bekommt und schleust sich als Junge verkleidet unter sie. Nun muss sie mit den anderen Probanden mehrere Aufgaben lösen, um weiter zu kommen. Dabei kämpft sie um ihr überleben und darf dabei aber auch nicht auffallen. Zu doof, dass gleich der Sohn des Kaisers auf sie Aufmerksam wird, aber kann sie ihm wirklich vertrauen oder spielt er ein Doppeltes Spiel.

Das Buch ist super spannend geschrieben, da man wirklich mit Juri mitfiebert. Man entdeckt mit ihr die Bedeutung jeder einzelnen Ebene für das gesamte Volk. Die Kapitel sind zusätzlich in Abschnitte unterteilt, die mit den Ebenen betitelt sind. So weiß man immer genau auf welcher man sich befindet.

  4/5

Buch des Monats April

"Sherlock Homes" von Sir Arthur Conan Doyle

Jeder kennt den berühmten Londoner Detektiv Sherlock Homes, der in der Baker Street 221B wohnt und mit seinen Partner Watson schwierige Fälle löst. Diese Geschichte wurde schon sehr oft auch im modernen Versionen verfilmt, z.b. Serie Sherlock oder Elementery. ABER kennen wir ihn wirklich richtig? Ist das Original wirklich so, wie er in den Filmen und Serien rüber kommt? Lest es selbst nach in dem Buch des Monats April :)

In diesem Buch befinden sich 17 Geschichten, die sich gegenseitigen an Spannung übertreffen. Der Erzähler ist Sherlocks Partner John Watson, der diese unterschiedlichen Fälle dokumentiert hat. Sir Arthur Conan Doyle ist der Erfinder des Mythos Sherlock Homes und damit der wahre Autor dieses Buches. Sein Schreibstil und die 20-seitigen Kapitel lassen sich angenehm zum Entspannen am Abend lesen. Ein echter Klassiker, wo lesen auch noch Spaß macht :)

Angst vor der Abiprüfung ?

Brauchst du nicht !

                                  

Schau dir an, was dich erwartet und bereite dich somit gewissenhaft vor.

Dazu findest du die richtigen Hilfsmittel in der Schulbibliothek.

Hier findest du deine Abiturhilfen für jedes Fach, denn wenn du ordentlich vorbereitet bist, rockst du dein Abitur.

Abiturhilfen Bücherliste für die Sekundarstufe II

Abiturhilfen Bücherliste

 

Facharbeit & Referat:

Abitur clever vorbereitet - Referat & Facharbeit (16165)

 

Kunst:

Duden Abiturhilfen: Kunstgeschichte I (9012)

Duden Abiturhilfen: Kunstgeschichte II (8089)


Musik:

Schülerduden Musik – Sachlexikon (7924)

ABC Musik: Allgemeine Musiklehre (16137)


Ethik:

Abiturwissen Praktische Philosophie Ethik (7764)

Schülerduden Die Philosophie (7769)

dtv-Atlas zur Philosophie (7773)

Biologie:

Basiswissen Abitur Biologie (16132)

Abitur clever vorbereitet Biologie (15520)

Fit für's Abi in Biologie (10680)

Wissensspeicher Biologie (10310)

Abiturhilfen Biologie: Stoffwechsel und Energieumsatz (10389)

Fremdsprachen:

Das Abiturwissen: Englisch, Französisch, Latein (6485)

 


Stark: Abitur 2021 Englisch LK, Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen (16135)

Learning English: A Guide to Grammar (6447)

Learning English: Grundgrammatik, Ausgabe für Gymnasium (6449)

Englisch Abitur schnell trainiert für Grund- und Leistungskurse (6450)

 


Training Aufbauwortschatz Französisch (6480)

Französisch Abitur schnell trainiert (6484)

Training: Französische Grammatik + Lösungsheft (6482)

Training: Grundwortschatz Französisch + Lösungsheft (6481)

 


Deutsch:

Abiturwissen: Drama (6569)

Abiturwissen: Lyrik (6568)

Abiturwissen: Erzählende Prosa (6574)

Stark: Abitur 2021 Deutsch – Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen (16134)

Duden Abiturhilfen: Erzählende Prosatexte analysieren (2676 + 16133)

Pocket Teacher Deutsch Abi (16130)

Abitur clever vorbereitet - Deutsch + CD-Rom (16163)


Chemie:

Wissensspeicher Chemie (10227)

Abiturhilfen Chemie: Grundlagen der Organischen Chemie (10267)

Abiturhilfen Chemie: Kunststoffe, Farbstoffe, Waschmittel (10225)

 

Geschichte:

Stark Abitur Geschichte 2013 – Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen (16138)

Sekundarstufe II Geschichte Quellensammlung „Unterschichten“ (8590)

Abiturhilfen Geschichte I (8479)

Abiturhilfen Geschichte II (9253)

Geschichte Abitur schnell trainiert (10055)

Abiturwissen: Deutschland nach 1945 (8580)

Abiturwissen: Zeitalter des Imperialismus 1870 – 1914/18 (8555)

Abiturwissen: Industrielle Revolution und Soziale Frage (8503)

Abiturwissen: Deutschland im 19. Jahrhundert (8502)

Abitur clever vorbereitet - Geschichte + CD-Rom (16162)

Abitur clever vorbereitet - Geschichte mit Abi-Musterklausuren (16161)

Physik:

Wissensspeicher Physik (10209)

Abitur-Training Physik LK – Elektrisches und magnetisches Feld (10361)

Abiturhilfen Physik: Mechanik I Bewegungslehre (10360)

Biturhilfen Physik: Mechanik II Erhaltungssätze (10359)

Physik Abitur schnell trainiert für Grund- und Leistungskurse (10216)

Physik Abitur Grundkurs (10215)

Geografie:

Abiturhilfen Geografie: Geozonen und Landschaftsökologie (9507)

Abiturhilfen Geografie: Entwicklungsländer (9666)

Abitur clever vorbereitet: Geografie (15521)

Basiswissen Schule Abitur: Geografie (16131)

Schülerduden: Die Geografie (9995)

Duden Abiturhilfen Geografie: Industrie und Dienstleistungen (9664)

Duden Abiturhilfen Geografie: Entwicklungsländer (9665)


Mathe:

Abitur clever vorbereitet - Mathematik + CD-Rom (16164)

Trainingskurs fürs Matheabi: Exponentialfunktionen (10183 + 10182)

Trainingskurs fürs Matheabi: Logarithmusfunktionen (10174 + 10175)

Trainingskurs fürs Matheabi: Gebrochen-Rationale Funktionen (10184)

Stark: Abitur 2021 Mathematik LK – Original-Prüfungsaufgaben mit Lösungen (16136)

Duden Abiturhilfen Mathematik: Stochastik I (10172)

Duden: Stochastik – Beschreibende Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie (15993 + 10171)

Abiturprüfungsaufgaben mit Lösungswegen Grundkurs Mathematik – Analysis/Stochastik (10176)

Mathematik heute: Grundkurs Analysis Gesamtband (10173)

Mathematik Abitur schnell trainiert für Grund- und Leistungskurse (10161)

Mathematik S-2 (10107)

Abituraufgaben Mathematik (10152)

Wissensspeicher Mathematik (10154)

Beiträge-Archiv
Buch des Monats von Februar bis Juli 2021
Die Edelsteintrilogie (Februar 2021)

Die Edelsteintrilogie

 

Du stehst auf Zeitreisen und richtig schlagfertige Mädchen? Dann ist diese Buchreihe perfekt für dich!
Gwendolyns Familie ist ziemlich schräg. Angeblich sind sie eine ganz besondere Familie in der einige Mitglieder ein sogenanntes „Gendefekt“ besitzen und irgendwelche Kräfte dadurch erhalten. Aber das ist Gwen, der Hauptfigur dieser Geschichte, ziemlich egal. Sie hat ja eh nichts damit zu tun, schließlich ist ihre ach so perfekte Cousine Charlotte diejenige, die sich mit dem Zeug befasst. Sie soll angeblich die nächste „Genträgerin“ sein. Aber ist sie das wirklich?
An Gwens sechzehntem Geburtstag dreht sich auf einmal ihre ganze Welt auf den Kopf. Denn plötzlich springt sie unkontrolliert in der Zeit zurück und wird dadurch von diesen gruseligen Männern, die sich „die Loge“ nennen, zu deren Zwecken benutzt, um den Kreis der Zwölf zu schließen. Was ist das denn bitte? Und wer ist dieser Graf St. German der von der Loge so vergöttert wird? Und warum ist Gwens Zeitreisen-“kollege“ Gideon so fies zu ihr? Weshalb kann Gwen Geister sehen und warum will ihre Mutter ihr nicht sagen, warum sie Gwen nie gesagt hat, dass sie vielleicht dieses Gen hat?

Diese Bücher sind mit die witzigsten und spannendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Der Hauptcharakter lässt sich nichts einfach so gefallen und ist so schlagfertig, wie ich es auch manchmal gern wäre. Wer außerdem auch gern England, speziell London, mag und wissen möchte, wie es früher, zum Beispiel im 18. Jahrhundert, dort zuging, dem wird diese Reihe ebenfalls gefallen.

Kerstin Gier hat diese Geschichte 2009 mit dem ersten Buch „Rubinrot“ veröffentlicht. Später kamen dann der zweite Teil „Saphirblau“ und der dritte Teil „Smaragdgrün“ heraus.
Wir haben außerdem die Bücher „Silber-Das erste Buch der Träume“, „Silber-Das zweite Buch der Träume“ und "Silber-Das dritte Buch der Träume" von ihr bei uns in der Bibo. Und wer ein Kerstin Gier Fan ist, wird sich vielleicht freuen, zu hören, dass diesen Sommer der erste Teil einer neuen Trilogie rauskommen soll!

 

Aber als kleine Vorwarnung: Wir haben Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün jeweils nur einmal da. Falls sie also schon ausgeborgt sind, kannst du dich aber trotzdem gern bei mir melden und ich merke die Bücher für dich vor.

 

Also? Traust du dich, in die Zeit zurückzureisen?

Ein Zahnarzt wird ermordet (März 2021)

Ein Zahnarzt wird ermordet. ("Das Geheimnis der Schnallenschuhe" von Agatha Christie)

Hercule Poirot, der berühmte belgische Detektiv, der in England lebt, muss zum Zahnarzt.

Das ist schließlich nichts Ungewöhnliches. Seltsam wird es aber, wenn der eigene Zahnarzt, nachdem er einen noch munter behandelt hat, wenige Zeit später Selbstmord begeht.

Da kräuselt sich Poirots Schnurrbart. Irgendetwas stimmt hier nicht. Dieses Gefühl wird dann bestätigt, als zwei Patienten dieses Zahnarztes plötzlich tot aufgefunden werden.

Doch je mehr Hercule Poirot sich mit dem Fall befasst, desto seltsamer wird er. Intrigen, verbotene Liebschaften, Geheimdienste und wichtige Politiker. Und dazu noch dieses bedrückende, aber konstante Gefühl, dass ihm überall Fallen gestellt werden.

Das Buch „Das Geheimnis der Schnallenschuhe“ von Agatha Christie, der wohl bekanntesten Krimi-Autorin überhaupt, hat alles, was ein Mysteriumsliebhaber braucht. Verschwörungen, Geheimagenten, mysteriöse Todesumstände, aber auch das komplett Alltägliche wie Zahnärzte, grässliche Schuhe, jung verliebte Paare und Tratsch.

Nichts ist wie es scheint, doch genau das macht die Auflösung am Ende so klar und deutlich.

Wer schonmal einen oder mehrere Agatha-Christie-Krimis gelesen hat, wird wissen, wie die Autorin mit dem Leser spielen kann. Denn zwei Dinge haben fast alle ihre Krimis gemeinsam:

Erstens: Die Namen sind immer ausgefallen und meist gibt es davon viele. Also aufgepasst, besser man schreibt sich die Namen der Personen und ein paar Stichpunkte zu ihnen mit, sonst verliert man (oder zumindest ich) leicht den Faden.

Aber zweitens: Man kommt fast nie darauf, wer der Mörder ist. Man wird von ihr immer in die Irre geführt und egal wie schlau man sich anstellt, sie ist schlauer. Das löst dann auch meistens aus, dass man die Auflösung am Ende einer ihrer Krimis mit offenem Mund liest und dann eben realisiert, wie die Hinweise dafür schon da waren. Selten ist die Auflösung zu weit hergeholt. Immer sind die Beweise direkt vor einem, doch man lässt sich verwirren.

 

Also. Wer hat den Zahnarzt ermordet? Wer versucht, Hercule Poirot hereinzulegen und was haben diese verflixten Schnallenschuhe damit zu tun?

 

Findet es heraus, indem ihr euch das Buch „Das Geheimnis der Schnallenschuhe“ von Agatha Christie bei mir ausborgt! ;)

Aber Achtung! Wir haben das Buch nur einmal da. Falls es schon ausgeliehen sein sollte, merke ich das Buch gern für dich vor.

 

P.S.: Keine Sorge. Wer Angst vorm Zahnarzt hat, kann dieses Buch trotzdem lesen und ist auch nicht allein. Hercule Poirot hat die nämlich auch. ;)

 

Bücher gehören verbrannt. (April 2021)

Bücher gehören verbrannt.

 

 

 

„Guy Montag ist Feuerwehrmann.

Es ist seine Aufgabe, Bücher zu verbrennen.

Denn Bücher sind die Quelle allen Unglücks.“

 

In der von Ray Bradbury erdachten Zukunft in "Fahrenheit 451" haben zwei Dinge die Realität, wie wir sie kennen, stark verformt:

1.Die Feuerwehr löscht keine Brände mehr. Ist nicht nötig. Alles ist feuerfest und modernisiert.

2.Bücher sind schon seit langer Zeit verboten und wenn doch welche gefunden werden, kommt die Feuerwehr und verbrennt sie. Das ist ihre neue Aufgabe.

 

Guy Montag, die Hauptfigur dieses Buches, ist einer dieser Feuerwehrmenschen und ist sehr von Bücherverbrennung begeistert, als er wie immer nach der Arbeit nach Hause läuft.

Doch ein kleines Mädchen, welches sich komplett gegen die akzeptierten Gesellschaftsnormen auflehnt, läuft ihm über den Weg und setzt Gedanken in Montags Kopf in Gang, die er vorher noch nie gedacht hatte.

 

Eine Welt, in der Bücher als der Gesellschaftsfeind Nummer Eins angesehen werden, klingt seltsam und unverständlich (obwohl Ähnliches bereits in der Vergangenheit vorkam), doch durch Bradburys faszinierende Schreibweise ist man manchmal sogar auf der Seite der Gegner, bevor man realisiert, wie manipulierend sie sind.

 

Das Buch erschien 1953 und ist somit schon 68 Jahre alt, doch das bemerkt man so gut wie gar nicht. Die Probleme und Konflikte könnten nicht aktueller sein, als sie es eh schon sind.

 

Bücher sind so unterschiedlich, so vielseitig, so eigen, dass man sie selten miteinander vergleichen kann. Jedes ist anders. Und jedes erweitert die Sichtweisen, die man bereits hatte.

Was passiert also, wenn man dieses Wissen einfach zerstört? Und vor allem, was passiert, wenn die Menschen die Bücher wiederentdecken?

 

Ich kann mit Sicherheit sagen, dass dieses Buch mit auf meiner Top 5 Bücher Liste steht. Als ich es zum ersten Mal in der Hand hatte, bekam ich nicht genug von all den spannenden Szenen und Dialogen und konnte es nicht weg legen, bis ich es fertig hatte.

Jeder Bücherliebhaber wird diesen Roman mögen, da über alle Facetten von Literatur geschrieben wird und eben auch darüber, was sie bewirkt.

 

Dieses Buch wurde bereits zweimal verfilmt, einmal 1966 und 2018 wurde es neu verfilmt. Es entstanden in den letzten Jahrzehnten unzählige Theaterstücke, einige Hörspiele und auch viele Diskussionen über diesen Roman. In manchen Schulen ist er sogar Pflichtlektüre.

 

Ich weiß, es ist immer schwer, jemandem ein Buch zu empfehlen. Wir Bücherwürmer können da ja sehr eigen sein, aber ich hoffe sehr, dass ihr euch mal dieses Buch im Kopf behaltet und es euch entweder selbst besorgt, oder bei mir in der Bibliothek ausborgt.

Es lohnt sich!

 

Aber verbrennt euch nicht.

 

 

Nach dem Tod gehen die Abenteuer erst richtig los. (April 2021)

Nach dem Tod gehen die Abenteuer erst richtig los.

 

 

 

Was passiert nach dem Tod?

 

Stimmt es, was Jonathan seinem kleinen Bruder Karl zugeflüstert hat, kurz bevor er starb?

Stimmt es, dass sie sich in Nangijala wiedersehen werden?

Als Karl – den Jonathan immer Krümel nennt – nach seinem Tod wieder aufwacht, ist er in einem Land, in dem Jonathan und er ein eigenes Haus und sogar jeder ein Pferd besitzen.

Und sie sind nicht allein in dieser Welt, denn es gibt viele unterschiedliche Orte in „der Welt der Sagen und Legenden“ und die Beiden leben im Kirschtal mit vielen Anderen zusammen.

Doch sogar hier ist nicht alles in Ordnung.

Das Heckenrosental, fast direkt neben dem Kirschtal, wurde besetzt durch Tengil, den schlimmsten aller Tyrannen, der Nangijala besitzen will.

 

Und dann gehen die Abenteuer erst richtig los.

Jonathan muss den Anführer der Freiheitskämpfer befreien und gerät in Gefahr, weswegen Krümel ihm hinterher reitet.

Die Seiten dieses Buches zittern förmlich vor Spannung!

Untertauchen, Pläne schmieden, Aufstände, Kämpfe, Verluste und dann auch noch Katla.

Der Schrecken der Tiefe und das Ungeheuer, vor dem jeder Todesangst hat.

Denn auch in Nangijala ist man sterblich.

 

„Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren.

Eine Geschichte voller Sagen, Legenden, Probleme, Hoffnungen und Geheimnisse beschreibt so viel Schweres in so leichter Art und Weise.

 

Ich und auch viele meiner Verwandten und Bekannten waren völlig baff von diesem Buch.

Es ist durchaus sehr traurig, aber mit liebevoller Hoffnung für die Realität.

 

An diejenigen, die in ihrem Leben leider schon jemanden verloren haben:

Vor allem der Anfang und das Ende dieses Buches können weh tun beim Lesen. Aber ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus, wenn ich sage, dass es auch guttut.

Es tut weh und tut gut zugleich.

Wie ein Pflaster, dass abgerissen wird und die Wunde jetzt offen ist, aber atmen kann.

Oder wie der Moment nachdem man geweint hat und immer noch traurig ist, aber das Weinen trotzdem irgendwie geholfen hat.

 

 

Ich weiß, dass es für jeden schwer sein kann, sich mit Verlust auseinanderzusetzen.

Aber Astrid Lindgren hat mit diesem Buch ein Meisterwerk erschaffen, was spannend rüberbringt, wie Verlust dich verändern kann.

 

Und noch viel wichtiger: Wie Mut in jedem von uns steckt.

 

 

Also. Bist du bereit, Nangijala zu erkunden?

Vielleicht findest du dann auch heraus, wo du sein wirst, wenn du Nangijala wieder verlässt..

 

Wer weiß.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. (Mai 2021)

"Der kleine Prinz" von Antoine Saint-Exupéry

 



Ein Flugzeugabsturz in der Wüste. Ein Pilot, der allein um sein Leben kämpfen muss. Und plötzlich taucht eine kleine Person auf. Der kleine Prinz hat mehr als nur ein paar Fragen und auch Wünsche, von denen der Pilot erstmal überfordert ist. Doch nach und nach erzählt ihm der kleine Prinz dann doch von seinem Heimatplaneten, seinen Begegnungen auf anderen Himmelskörpern und wie er die Welt und die Erwachsenen sieht.


Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry ist kein Kinderbuch. Ja, ihr habt richtig gelesen. Obwohl dieses Vorurteil zu diesem Buch besteht, hat „Saint-Ex“, wie er auch von Vielen gern genannt wird, dieses Buch für Erwachsene geschrieben. Es ist eine sehr rührende Geschichte, die im Großen und Ganzen ein Ziel hat: Die „großen Personen“, also die Erwachsenen, zu hinterfragen und zu kritisieren. Es geht um Freundschaft, Leben, Geld, Liebe, Glück, Ziele, Wünsche, Träume und vieles mehr.


Ich bin tatsächlich mit dem Hörbuch des „Kleinen Prinzen“ aufgewachsen, auch wenn es nicht für Kinder vorgesehen ist. Als ich später dieses Buch wiederentdeckte, hat es beim Lesen einen bitter-süßen Geschmack hinterlassen. Man hat als Kind viel mehr verstanden, als man glaubte, aber diese Geschichten wurden jetzt immer lebensnaher.

Wenn man sich auf dieses Buch wirklich einlässt, kann es auch sehr weh tun. Saint-Ex zielt und trifft meist ins Schmerzhafte. Geheimnisvoll und doch auf eine seltsame Art und Weise direkt, zeigt er dir, wie grausam erwachsen du geworden bist. Er hält dir den Spiegel vor, aber das Bild ändern, kannst nur du. Es zeigt dir direkt und indirekt, dass es sich lohnt, seine Sichtweisen, Gewohnheiten und Gedanken mal genauer anzuschauen und die Welt so zu erkennen, wie sie wirklich ist.


Manchmal muss man gezeigt bekommen, wie falsch man die Dinge betrachtet.

Es werden einem nicht die Augen, sondern das Herz geöffnet, um es mit den Worten des kleinen Prinzen zu formulieren.

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."


Es hört sich vielleicht so an, als seien die Geschichten schwer zu lesen oder zu verstehen. Doch diese leichte Schwermütigkeit oder auch schwere Leichtmütigkeit macht dieses Buch aus. Das Grundlegende ist leicht zu verstehen, doch das Wesentliche ist ein wenig versteckt.

 

 


Der kleine Prinz, der Fuchs, die Rose, die Schlange, der Pilot und das Schaf liegen mir alle sehr am Herzen und ich kann es dir sehr empfehlen, dieses Buch zu lesen, genauer hinzuschauen und sie kennenzulernen.

Wer gern das Hörbuch mit der wunderschönen Musik hören möchte, kann gern auf YouTube nach „der kleine Prinz erzählt von Ulrich Mühe“ suchen. Es gibt viele unterschiedliche Varianten mit verschiedenen Sprechern, aber diese ist mit großem Abstand mein Favorit.

Im Französisch-Unterricht hier an der Schule ist es sogar möglich, dass du dieses Buch lesen wirst. Wir haben es in der Oberstufe in meinem Französischkurs behandelt und dadurch auch andere Blickwinkel auf das Buch bekommen. Es kann immer ein wenig schwer sein, ein Buch in einer Fremdsprache zu lesen, doch durch Literatur kriegt man einen guten Einblick in das Sprachgefühl, die Grammatik und neue Vokabeln. Wer also gern sein Französisch trainieren möchte, kann bei mir gern nach einem französischen Exemplar fragen.

Also nimm dir mal ein bisschen Zeit, wie der kleine Prinz schon sagte:

"Zuweilen macht es ja wohl nichts aus, wenn man seine Arbeit auf später verschiebt."

Und lass dir vom kleinen Prinzen die Welt und andere Planeten zeigen.

 


Oder traust du dich etwa nicht?

Die Farbe aller Farben (Juni 2021)

"Das wirkliche Blau" von Anna Seghers

 

Der Zweite Weltkrieg brodelt. Aber davon kriegt Benito nichts mit. Dachte er jedenfalls. Benito ist Töpfer in Mexiko und berühmt für sein Geschirr mit diesem wunderschönen blauen Muster. Jeder kennt „Benitos Blau“ und viele seiner Kunden verlassen sich voll und ganz auf ihn und seine Ware. Benitos Blau lässt das Essen auf den Tellern besser schmecken. Benitos Blau lässt gestresste Herzen ruhiger schlagen. Benitos Blau ist Tradition und Innovation zugleich.

Und auf einmal ist es nicht mehr da. Der Händler, von dem Benito sein Blau bekommt, hat es nicht mehr. Die Firma, von der wiederum der Händler sie bekommt, steht auf der schwarzen Liste. Eine Liste von deutschen Firmen, mit denen keiner mehr Geschäfte machen darf. Also kein Blau mehr.

Plötzlich steht das Überleben seiner Familie auf dem Spiel, wenn Benito sein Blau, dieses eine Blau, nicht irgendwie beschaffen kann. Also geht er auf eine lange und mühsame Reise zu einem Verwandten in Mexiko, um dieses eine wirkliche Blau zu beschaffen.


„Das wirkliche Blau“ von Anna Seghers ist eine kurze und doch intensive Geschichte von diesem einzigartigem Blau und dem Töpfer, der es verzweifelt sucht. Durch abrupte Perspektivenwechsel und kleine, eingeschobene Anekdoten wird man zunächst überzeugt, dass es keine Alternative für dieses Blau gibt. Es geht nur das eine und kein anderer Blauton oder gar eine andere Farbe. Es wird zur Existenzgarantie vieler Menschen und schimmert durch alle Textpassagen durch, ohne überhaupt da zu sein. Und dann geht man jeden Schritt mit Benito mit. Die anstrengende Reise ist lang und durchwachsen. Mal ist die Hoffnung zum Greifen nah und mal ist sie tief versteckt in seinen Säcken voller leerer Dosen, die er mit seinem Blau auffüllen will. Die vielen Menschen, die er dabei trifft, machen es ihm auch nicht gerade leicht, sein Ziel zu erreichen.

Obwohl der Schreibstil einfach ist, vermischen sich ständig Traum und Realität, sodass man richtig mit Benito mitfiebert. Er muss sein Blau einfach kriegen. Es geht gar nicht anders. Oder muss es das etwa?


Anna Seghers war Jüdin und musste in der Nazizeit nach Mexiko fliehen. Viele ihrer Bücher wurden von den Nazis verbrannt und verboten. In dieser Zeit in Mexiko schrieb sie dieses Buch und hat damit meiner Meinung nach ein Gefühl erzeugen können, dass ich noch nie beim Lesen hatte.

Sehnsucht, Identität, Familie und viele weitere eigentlich komplexe Themen hat sie einfach und schlicht in diese hundert seitige Geschichte getan. Man verliert sich in einem anderen Leben, in einer anderen Zeit und in anderen Worten, um, wie es scheint, die Farbe aller Farben zu finden.


Und doch bleibt es offen, wie dieses bezaubernde Blau wohl aussieht.


Wird Benito es finden?

Tausend Jahre bis zur Morgendämmerung (Juli 2021)

"Tausend Jahre bis zur Morgendämmerung" von Frank Geißler

Die Menschheit ist seit Jahrhunderten fasziniert von der Zukunft. Keiner kann im genauen Detail voraussagen, wie die Zukunft von uns Menschen, dieser Welt, diesem Universum aussieht und doch, oder vielleicht genau deswegen, denken wir uns Geschichten aus, wie es in 2000 Jahren oder mehr aussehen oder die Technik sich entwickelt haben könnte.

Star Wars und Star Trek sind da wohl die bekanntesten Beispiele, doch wie so vieles andere ist diese Idee schon viele Jahre vor diesen Geschichten in der Literatur aufgeblüht und hat ihren ganz eigenen Stil über die Jahre entwickelt.


Ich denke da zum Beispiel an George Orwell, Ray Bradbury und besonders an Arkadi und Boris Strugatzki, die mit ihren zahlreichen Romanen über die unterschiedlichsten Konzepte, Planeten und Wesen viele Leser begeisterten und es dabei auch noch schafften, Gesellschaftskritik mit einzubauen.

Und wer diesen Stil kennt, der so selbstverständlich von Fantasien und Vorstellungen erzählt, wird ihn auch in den vier Kurzgeschichten von Frank Geißler in dem Buch „Tausend Jahre bis zur Morgendämmerung“ erkennen.


Völlig gleich, ob es der Vater auf der Suche nach seiner Tochter in einer feindlichen Konklavenwelt, der von einem psychisch krank machenden Virus befallene General, das unglückliche Ehepaar mit Kinderwunsch und verzweifelten Versuchen der Zukunftsprognose oder der seltsame, schlechte Erinnerungen löschende Mann ist – Frank Geißler wirft einen ohne Halt in immer neue Science-Fiction-Szenarios mit neuen Regeln, Erfindungen und Charakteren und zieht die Aufmerksamkeit allein auf seine Geschichten. Dabei liegt, wie bei so vielen dieser Geschichten, die Betonung auf „Science“, denn die Erzählungen sind geprägt von modernen Apparaturen, die es in sich haben.


Am 1. Januar 1989 wurde dieses Buch in der DDR veröffentlicht, was einige interessante Ungereimtheiten hervorruft. Wer sich dafür interessiert, wird an der ersten, aber vor allem an der zweiten Geschichte viel Gefallen haben, da dort die Gesellschaftskritik nur so brodelt und es unklar ist, wie das wohl veröffentlicht werden durfte.


Vielleicht ist euch aufgefallen, dass ich in seltsam komplizierten Komma-Sätzen schreibe? Frank Geißler macht das nämlich auch. Das ist meiner Meinung nach eine der beiden Vorwarnungen, die man diesem Buch auflegen sollte. Die andere ist, dass es sich hier in einigen Fällen um schwere oder/und seltsame Schicksalsschläge handelt und nicht jeder bereit ist, etwas in der Art zu lesen. Das empfindet jeder anders.


Doch möchte ich hier nochmal betonen: Dieses Buch ist absolut lesenswert. Für Science-Fiction-Liebhaber, für Fantasy-Liebhaber, für Bücherwürmer und für jeden, der seine Vorstellungskraft auf die Probe stellen will.


Na, was sagst du? Steigst du in die Zeitmaschine ein?

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