Tag der Naturwissenschaften

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Es gab viele Aktivitäten zum TdNat in unserer Schule. Hier ein Beitrag zur Baumpflanzung und noch ein paar Bilder von anderen Veranstaltungen.

„Wer Bäume pflanzt,..


...obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu verstehen.“

Und da standen wir nun - abseits eines Feldweges in der Nähe von Luga - an einem Donnerstagmorgen, um als ein gutes Vorbild über 30 Bäume zu pflanzen.
Der Tag der Naturwissenschaften stellt für jeden Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums einen ereignisreichen Tag dar, welcher mit neuen Erfahrungen verbunden ist. So auch für die Jahrgangsstufe 12, aus welcher die wenigsten bis zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon einmal einen Baum gepflanzt hatten. Umso besser, wenn man dann nicht planlos loslegt und sich auf eigene Gefahr mit einer Schaufel, Gießkanne oder diversen anderen Gerätschaften bewaffnet, sondern sogar professionelle Hilfe aus der Lommatzscher Pflege, genauer als dem Kulturverein Lommatzscher Pflege erhält, welcher zu unserem Glück auch schon das zweite Jahr die Baumpflanz-Aktion des Abiturientenjahrgangs begleitete und unterstützte.
Nach einer Gruppeneinteilungen machten sich alle warm eingepackten Schüler mit ihren drei Pullovern, zwei Hosen und weiteren wärmenden Kleidungsstücken an die Arbeit. Die noch kleinen Linden wurden an ein Wiesenstück entlang eines Feldes gebracht, an welchem sie gepflanzt werden sollten - jeder rüstete sich mit einer Schaufel aus und die Gruppen, welche meist für drei bis vier Bäume zuständig waren, fingen an, ein 80x80x60 cm großes Loch zu auszugraben, soweit es der leicht harte Boden zuließ.
Es wurden Metallgitter zugeschnitten, der Fressschutz besorgt und Pfeiler geholt, die den kleinen Baum weitestgehend unterstützen sollten. Nach ‘Einrammen’ der hilfegebenden Pfeiler, die die Linde in ihrer Wachstumsphase begleiten, wurde das Metallgitter um die Wurzel des Baumes gepackt, um eine äußere Beschädigung zu vermeiden. Des Weiteren erfolgte die Umhüllung des Stammes mit dem Fressschutz und nachdem die vorher ausgehölte Erde wieder das Loch ausfüllte, wurden Zwischenverbindungen zwischen den einzelnen Pfeilern angebracht.
Die Anstrengung, die so ein Prozess mit sich bringt, war den meisten Schülern nicht anzumerken, trotz des herbstlichen-kalten Wetters und der zum Teil körperlichen Anstrengung. Es wurde geredet, gelacht und als Jahrgang kam man sich so noch ein Stück näher. Auch der Austausch zwischen den Schülern und den Organisatoren führte zu interessanten Gesprächen und neuem Wissen.
Abgerundet wurde der schon sehr schöne Vormittag mit kleinen Aufmerksamkeiten durch die Lehrerschaft, welche uns mit Kuchen und Kartoffelsuppe (vegan und mit Wienern – Danke an die Fleischerei Münch!) überraschte und für das leibliche Wohl sorgte! Ein besonderer Dank geht an den Kulturverein Lommatzscher Pflege, der den Prozess des Bäumepflanzens organisierte und an diesem Tag den 1000. Baum in seiner sechsjährigem Bestehenszeit mit uns pflanzte! Der Verein und die unterstützenden Freiwilligen brachten uns allen etwas Neues bei - nicht nur, wie man einen Baum pflanzt, sondern auch was es bedeutet, einen Baum zu pflanzen, ohne wirklich in seinem Schatten sitzen zu können, um so vielleicht etwas Lebensweisheit zu erhalten.

Anna Seifert

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