2018 – Ein hundertjähriges Jubiläum

von

Behandeln wir dieses Kapitel im Geschichtsunterricht, wird die Würdigung der Leistung für die Demokratieentwicklung oft überschattet von unserem Wissen über den verhängnisvollen Weg in eine grausame Diktatur.


Eine andere Sichtweise ermöglichte uns die Fachtagung zum Thema 100 Jahre Novemberrevolution und ihre Folgen, veranstaltet in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Dresden. Wir waren am 2. Veranstaltungstag (16.11.2018) Gäste dieser Vorlesungsreihe und hörten Vorträge zu den Themen Monarchismus, Linksparteien, Kriegsheimkehrer und „Berlin ist auch nicht Weimar“. Interessant war, dass „Herzensmonarchisten“ von DNVP und DVP sich für die Republik engagierten und dass die Einbindung der KPD in den Dachverband der Kommunistischen Internationale bezüglich ihres eigenständigen Handelns im demokratischen Gefüge untersucht wurde. Beeindruckend war das wissenschaftliche Arbeiten mit Zeitzeugnissen, Dokumenten, Briefen von Kriegsheimkehrern sowie Versorgungs- und Rentengesetzen.


Der heutzutage gern gewählte Vergleich von unserer Demokratie mit den „Weimarer Verhältnissen“ sorgte für eine abschließende Diskussion am Freitagnachmittag.
Nach 5 Stunden mit einer Mischung aus Vorträgen und Diskussionen war der Tag zu Ende. Die Referenten hatten ihre Themen umfassend vorbereitet, sodass man ihren Vorträgen gut folgen konnte. Trotzdem waren alle froh, dass das Wochenende begann. Ja – wir waren dann auch ziemlich knülle.


Lorenz Pickel, E. Soltysiak

Zurück