Tag der Kunst und Sprachen

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Vom Museum ins Studio

Am 20.06 war es wieder soweit. Der alljährige Tag der Kunst und Sprache stand an. Ein Tag an dem wir Schüler endlich mal wieder zur Abwechslung die grausame Schule verlassen und stattdessen mehr über Themen erfahren dürfen, welche leider so im Unterricht nie behandelt werden.

Dieses Jahr stand für unser künstlerisches Profil ein Ausflug zu den Technischen Sammlungen und später noch zu dem MDR Studio in Dresden an. 08.10 holte uns der Bus in Nossen, sodass wir pünktlich in Dresden ankamen. In den Technischen Sammlungen genossen wir die Führung zum Thema: „Cool X-Energie in einer Digitalen Welt“. Bei jener Führung erklärte man uns den Aufbau und die Funktionsweise der berühmt berüchtigten Mikrochips. Durch viele Modelle, bei welchen man selber Dinge ausprobieren musste oder sogar sein Gehirn zum Lösen mancher Aufgaben ganz schön ins Schwitzen bringen musste, gelang es der Direktion der Ausstellung, den Besucher Schritt für Schritt an dieses große und doch sehr komplexe Thema heranzuführen.

11.45 ging es nun weiter im MDR Studio, wo wir anfangs noch die Wartezeit mit dem Begutachten einer Quiz-Show, welche gerade im Fernseher des Wartezimmers lief, totschlugen. Kurz darauf begann auch schon die Führung. Wir bekamen einen Einblick in die Aufnahmestudios des MDR Sachsen Radios und durften bei einem Interview, welches zeitgleich geführt wurde zusehen bzw. zu hören.
Besonders beeindruckt hatte uns, dass die Radiomoderatoren oftmals ihre Aufnahmen selbst steuern mussten.
Danach wurden wir in das Filmstudio geführt, wo an Beispielen erklärt wurde, wie man die optische Wahrnehmung des Zuschauers durch einen Greenscreen und simple Computereffekten deutlich verändern konnte.

13.30 ging es dann wieder zurück nach Nossen. Es war ein sehr interessanter Tag und ich kann jedem nur empfehlen, sich die Ausstellung in den Technischen Sammlungen anzusehen oder einer Führung durch das MDR Studio beizuwohnen.

M.B.

Kirche mal ganz anders erleben

Einmal wie ein Pfarrer die Kanzel besteigen und den Kirchenraum mit den Händen sehen – das konnte die Klasse 5/3 zum diesjährigen Tag der Kunst und Sprachen des GSG Nossen.
Mit Teelichtern in der Hand zogen die Schüler zu Musik in die Kirche ein und suchten sich ihren „Lieblingsplatz“. Danach gab es die Möglichkeit, die kunstvolle Ausgestaltung des Kirchenraumes mal ganz anders zu entdecken. Mit Spiegelfliesen wurden Ausschnitte aus dem Kirchenraum aus einer ganz neuen Perspektive betrachtet. Auch die Kanzel konnte bestiegen werden, um zu erleben, welche Sicht der Pfarrer sonntäglich auf die Gemeinde hat.
Wer sich traute, konnte von hier aus einen Bibelvers in den Raum sprechen. Vor allem begeisterte die Schüler jedoch eine „Blindenführung“. Mit verbundenen Augen wurde jeder Schüler von einem Partner durch die Kirche geführt. Dabei erfühlten die „Blinden“ die unterschiedlichen Materialen und Reliefs: den kalten Taufstein mit seinen eingemeißelten Bibelversen, den hölzernen Altar mit seinen Schnitzereien sowie die kunstvollen Paramente.
Anschließend informierten sich die Schüler bei einer Art Schnitzeljagd über die einzelnen Einrichtungsgegenstände der Kirche mit ihren unterschiedlichen Funktionen.
Kantor Reuther erklärte nachfolgend die Funktion der Orgel und ließ auch Schüler ihr Können zeigen. Frau Gründig, eine Kirchgemeindemitarbeiterin, führte die Klasse auf den Kirchturm und ließ für sie einmal die mittlere Glocke aus der Nähe erklingen. Auch das Uhrwerk durfte bewundert werden und vom Turmbalkon aus konnte die Klasse bei tollem Wetter die Aussicht über Nossen genießen.
Den krönenden Abschluss bildete eine Einheit, die von den Schülern mit einem kleinen Anspiel, einer Psalmenlesung, einem Gebet und Musik ausgestaltet wurde.

Wir danken der Kirchgemeinde Nossen, insbesondere Frau Gründig, Herrn Reuther sowie unseren drei Helferinnen aus der 11. Klasse für die Unterstützung dieser Exkursion.

( J. Schmidt und F. Wiedemann)

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