Plastikpiraten in der Mulde

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Gemeinsam aktiv gegen Plastikmüll!

Zwei Gruppen des naturwissenschaftlichen Profils untersuchten 2020 erneut die Plastikverschmutzung an und in der Freiberger Mulde.

Alles, was an Abfall in Bächen und Flüssen landet, kann mit dem Wasser in die Meere und Ozeane geschwemmt werden. Plastik zum Beispiel. Dort gefährdet es große und kleine Tiere, da es mit Nahrung verwechselt oder in kleinste Teile zerrieben aufgenommen wird und so in die marinen Nahrungsketten gelangt, was fatale Folgen hat. Die Anzahl von kleinen Plastikteilen in den Mägen von bestimmten Seevögeln dient heute schon als Indikator zur Bewertung der Verschmutzung des entsprechenden Seegebiets!

Das Vorkommen von Plastikmüll in und an europäischen Fließgewässern ist jedoch vielerorts noch unerforscht.

Die gemeinsame Citizen-Science-Aktion „PLASTIC PIRATES – GO EUROPE!“ des BMBF mit dem portugiesischen und slowenischen Wissenschaftsministerium (anlässlich der Trio-Präsidentschaft im Rat der EU) soll Jugendlichen in diesen drei Ländern die Möglichkeit geben sich aktiv mit diesem Problem der Plastikverschmutzung vor Ort auseinanderzusetzen.

Am 7. Und 8. Oktober startete nach 2016/17 und 2018 unsere 4. Aktion mit Unterstützung durch das sächsische Umweltmobil.

4 Gruppen untersuchten den Fluss und die Ufer genauestens hinsichtlich Mülls bzw. Plastikmülls.

Gruppe A

Müll am Flussufer (pro m2 an Flussrand, Flussböschung, Flusskrone)

Gruppe B

Müllvielfalt am Flussufer(Anteil Einwegplastik, Gewicht Plastikmüll, Gewicht allen Mülls inkl. Plastikmüll, Länge Uferfläche)

Gruppe C

Treibender Müll (Fließgeschwindigkeit, Treibgut und Einsatz Mikroplastiknetz pro 1000 l)

Gruppe D

Reporterteam (Pflanzen, Tiere, Wetter, Koordinaten, Dokumentation)

Es war konzentriertes und exaktes Arbeiten notwendig, da die Ergebnisse in eine große
wissenschaftliche Studie eingehen. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden vorgestellt und digital sowie die größeren verdächtigen Mikroplastikproben auch stofflich an die Kieler Forschungswerkstatt versendet. Dort werden die Daten aller Projektgruppen wissenschaftlich überprüft, ausgewertet und veröffentlicht.

Die Ergebnisse sind unter www.plastic-pirates.eu/de zu finden.
Interessante Informationen zum Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt“ findet man unter www.bmbf-plastik.de
Ein Beitrag von Meißen-Fernsehen gibt es hier: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/12600/Piraten_in_der_Mulde.html

Feustel/Hänsel
Geschwister-Scholl-Gymnasium Nossen

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