Englischunterricht einmal anders - jetzt mit Bildern

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Am Dienstag, 19. März 2019, war es nach zwei Jahren wieder soweit: das White Horse Theatre gastierte mit drei verschiedenen Stücken für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen an unserer Schule.

Nach Ankunft der Truppe bauten die Schüler der Klasse 7/1 die Turnhalle zu einem Theaterraum um, so dass in der 2. Unterrichtsstunde das erste Stück für die Klassen 5-7 beginnen konnte. Die je 2 Frauen und Männer des Theaters spielten das Stück „The slug in the face“, ein Stück, in dem es um die Intrige zweier jugendlicher Nachbarn, Luke und Megan, geht, die letztendlich ihre Eltern als Paar zusammen bringen. Die lustige Inszenierung, die originellen Kostüme und auch die mitreißende Spielweise, unterstützt durch das gut verständliche Englisch, machten das Stück zu einem echten Theatererlebnis für die Schüler und Lehrer.

Das zweite Stück „Move to junk“ für die Klassenstufen 8 -10 handelte vom Mobbing einer neuen Schülerin durch einen ihrer Klassenkameraden und die durch ihn inspirierten weiteren Personen. Letztendlich führte dieses Verhalten zum Freitod der Protagonistin. Das Stück war dabei so aufgebaut, dass der Zuschauer immer annahm, eine andere Mitschülerin wäre die Verursacherin des Mobbings. Lebendig und einfühlsam gespielt von den 4 Akteuren war ihr Englisch für diese Klassenstufen ebenfalls recht gut zu verstehen, wenn auch der imitierte nordenglische Dialekt Kylie vollste Konzentration erforderte. Schauspielerisch prima umgesetzt regte das Ende des Stücks schließlich zum Nachdenken an, zu Nachdenken über den eigenen Umgang mit Mitmenschen. Dies kam auch zum Ausdruck bei der Beantwortung der Fragen im Anschluss an das Stück, als die Hauptakteurin von ihrem eigenen Schicksal als gemobbte Person erzählte. Weitere spannende Fragen, unter anderem, zur Einstellung der Schauspieler zum Brexit (der von diesen durchweg abgelehnt wurde) schlossen sich an.

Der Shakespeare-Klassiker „Romeo and Juliet“ beendete den Reigen der Theateraufführungen. Der Inhalt der Stückes war unseren Schülern bereits bekannt: Romeo und Juliet als Angehörige zweier rivalisierender Clans verlieben sich ineinander und müssen ihre Liebe verbergen. Durch ein Missverständnis kommt es zum Freitod Romeos, gefolgt vom gleichen Schicksal Juliets. Basierend auf wenigen Ausstattungsgegenständen, die unter anderem die unterschiedlichen Handlungsorte minimalistisch repräsentierten, lag so der Fokus des Stückes auf der Sprache: Shakespeares Englisch wurde durch die Schauspieler sehr gelungen umgesetzt. Die schlichten Gewänder (die Schauspieler waren größtenteils ganz in weiß gekleidet) unterstützten dabei die Konzentration auf die für den Englischlerner ungewohnte Sprache. Nach kräftigem Beifall beantworteten die Akteure die Fragen der Schüler und verabschiedeten sich von uns.

Ein großes Dankeschön geht an die Schauspieler, die fleißigen Helfer der Klasse 7/1, die beaufsichtigenden Lehrer und an die gesamte Schülerschaft, die in allen drei Stücken neugierig und diszipliniert zugeschaut und zugehört hatte (auch wenn vor allem das Stück für die Sek II vollste Konzentration erforderte). Ihr alle habt auch unsere Schule in den Augen anderer – der Schauspieler, deren Lob an euch ich hiermit weitergebe – in gutem Licht erscheinen lassen!

Wir freuen uns auf das White Horse Theatre im übernächsten Schuljahr, wenn es wieder heißt: White Horse in town! Alexander Rosetz

im Namen der FK Englisch

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