„Unsere Zukunft ist so sicher wie das Wetter an der Nordsee.“ - Kursfahrt nach Albersdorf an die Nordsee

von SZ-Autor

Geschrieben von Fabian Möbius und Katharina Mehner

"Unsere Zukunft ist so sicher wie das Wetter an der Nordsee" - Dieser Gedanke war sicherlich bei allen Schülern der elften Klassen vorhanden.

Zusammen mit den Tutoren Frau Hänsel, Herrn Beug und Herrn Wolf unternahmen wir die für uns letzte Klassenfahrt nach Albersdorf an die Nordsee. Spätestens auf der Rückfahrt wurde uns klar, dass sich nicht nur unsere Kursfahrt dem Ende neigt, sondern auch die gemeinsame Schulzeit. Uns wurde deutlich, dass wir uns in wenigen Monaten in den Abiturvorbereitungen befinden werden.

Natürlich denken wir alle darüber nach, was wohl nach der Schule kommen wird. Trotzdem stand bei der viertägigen Kursfahrt der Spaß im Vordergrund. Nachdem wir am Montag von Nossen aus gestartet waren, sind wir gegen 14 Uhr in Hamburg an den Landungsbrücken angekommen. Während sich eine kleine Gruppe fand, die sich die Reeperbahn genauer anschauen wollte, ging es für die Mehrzahl von uns auf den Plaza der letzten Jahr neueröffneten Elbphilharmonie. Dabei durfte das traditionelle Fischbrötchen beim Flanieren entlang des Elbhafens nicht fehlen. Nach dem sowohl kulturellen, als auch kulinarischen Abstecher in die Hansestadt, fuhren wir auf direktem Weg in die Jugendherberge nach Albersdorf.

Der ein oder andere obligatorische Museumsbesuch war auf unserer Kursfahrt natürlich auch gegeben. Wir hatten die Möglichkeit, ein U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg zu besichtigen. Die U995 wurde trotz einiger Schäden durch den Luftangriff Alliierter am 16. September 1943 in Dienst gestellt. Bis Kriegsende führte die U995 insgesamt fünf Feindfahrten im Atlantik und Nordmeer durch.

Befindet man sich im U-Boot, dann darf man definitiv keine Platzangst haben. Die in den Kajüten stehenden Betten, wurden sich von je zwei Marinesoldaten geteilt. Anders der Vorstellung einiger von uns, ist ein U-Boot nicht nur ein Stahlkasten mit Dieseltank und Torpedos, sondern ein mit Technik vollgepacktes Wunderwerk der damaligen Zeit.

Den Nachmittag des Dienstags verbrachten wir in Kiel, wo wir uns im Vapiano zum Mittagessen wiedertrafen. Nach dem italienischen Mittagessen, machten wir uns auf den Weg, Kiel zu erkunden. Zu unserem Glück, lag die Stena Scandinavica, eines der größten Fährschiffe im Kieler Hafen an.

Auf einem Rooftop, direkt am Hafen gelegen, konnten wir die Abfertigung und die Beladung der Stena Scandinavica mit bestem Blick beobachten.

Kulturell Begeisterte besichtigen neben der Pauluskirche auch die Sankt-Nikolai-Kirche und zogen sich anschließend in den Alten Botanischen Garten zurück. Die charakteristische Neustadt bot viele kleine Cafés und Läden zum Verweilen und Entspannen an.

Kultur, Spaß und Shopping sind auf unserer Kursfahrt bis jetzt noch nicht zu kurz gekommen. Doch was fehlte bei unserer Klassenfahrt an die Nordsee noch? Die Nordsee selbst! Das Multimar Wattforum in Tönningen, eine interaktive Ausstellung zum Mitmachen und zum selbst erforschen, sensibilisierte uns für die im Watt vorkommenden Tierarten. Eine in echter Größe dargestellte Nachbildung eines Pottwals und ein Aquarium, das der Nordsee nachempfunden war und zudem die Sichtfläche einer Kinoleinwand hatte, bildeten das Herz dieser Ausstellung.

Das im Wattforum Dargestellte sahen wir dann in Echt bei einer Wattwanderung. Zusammen mit einer Wattführerin gruben wir Krebse, Würmer und Muscheln aus, die sich bei Ebbe in das Watt vergruben. Mit einem Krabenkutter ging es dann noch einmal raus auf die Nordsee – nur eben bei Flut. Der Kapitän mit typisch plattdeutschem Dialekt, begrüßte uns mit einem kräftigen „Moin, Moin“. Auf hoher See warfen wir die Netze aus und hofften auf einen guten Fang.

Unser Ziel war es nicht, möglichst viele Krabben, sondern ein großes Spektrum an verschiedenen in der Nordsee lebenden Tieren, zu fangen. Die Matrosen erläuterten uns den Fang, beschrieben beispielsweise, wie man eine männliche von einer weiblichen Krabbe voneinander unterscheiden kann.

Am Montag angereist als "Landeier", am Donnerstag als "Fischköpfe" wieder nach Hause gefahren.

Mit einem kleinen weinenden Auge (das andere fiel vor Müdigkeit zu) blicken wir auf vier, gelungene Tage zurück, die sowohl für uns als auch für unsere Tutoren unvergesslich sein werden.

Wir wissen zwar nicht, was uns in der Zukunft erwartet, mit unserer Kursfahrt haben wir unserem Jahrgang aber schon jetzt einen gebührenden Höhepunkt bereitet!

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