Tag der Kunst und Sprachen 2018

von SZ-Autor

Der Tag der Kunst und Sprachen - ein öder Projekttag, um die verbleibende Zeit bis zu den Sommerferien zu überbrücken? An unserer Schule - wohl eher Fehlanzeige!

Getreu dem Motto unseres Gymnasiums "Gemeinschaft, Leistung, Lebensfreude" fand der Projekttag, bei dem verschiedene künstlerische Themen und die an unserem Gymnasium unterrichteten Fremdsprachen im Mittelpunkt stehen, am 12.06.2018 statt.

Klassen- und Jahrgangsübergreifend wurden beispielsweise zusammen Lügengeschichte geschrieben, französisches und exotisch-römisches Essen gekocht, ein Workshop der Sächischen Zeitung besucht, sowie für das musikalische Arrangement zum Abiturientenball geprobt.

Fächerverbindender Unterricht mit einer ordentlichen Portion Spaß!

Römisch-französische Küche

Gleich am Anfang wurde unsere bestbekannte Sprache getestet und - damit ist natürlich Englisch gemeint. Wir, die siebten Klassen, wurden mit einem Quiz, über die verschiedenen Themenbereiche, des diesjährigen Schuljahres, die uns eigentlich bekannt sein müssten, auf die Probe gestellt.

Als nächstes machten wir uns mit der römischen und französischen Küche vertraut. Dabei sollte man aber beachten, das Französisch und Lateinisch nicht nur Sprachen sind, sondern auch eine gewisse Etikette in Sachen Speisen besitzen. In unseren Gruppen wagten wir uns an die bekanntesten französischen Spezialitäten, wie z.B. Crêpes, Waffeln und belegte Baguettes. Zu unserem Spaß wurden die Rezepte nur teilweise eingehalten.

Dennoch ergaben unsere Koch- und Backkünste ein leckeres Mittagessen für alle. Danach tauchten wir in die Welt der römischen Küche ein, welche sich eher durch kleine Gerichten, wie Käsecreme oder Datteln mit Pinienkernen und Honig auszeichnete. Am Anfang waren die meisten von uns skeptisch, da wir keines dieser Gerichte kannten.

Doch am Ende war jeder von uns von dem leckeren Ergebnis begeistert. Mit vollen Bäuchen endete dieser spaßige Tag der Kunst und Sprachen für uns.

Chroprobe für den Abiturientenball

Musikalisch künstlerisch wurde sich nicht nur in der Aula, wo die Generalprobe für das Abschlussprojekt des künstlerischen Profils der zehnten Klassen stattfand, sondern auch im großen Musikzimmer ausgelebt.

Der Jugendchor nutzte diesen Thementag, um noch einmal intensiv für das musikalische Programm für den Abiturientenball zu proben.

Natürlich brauchten wir, beziehungsweise unsere Stimmbänder eine Pause. Diese kurze Auszeit nutzten wir für ein kleines Frühstück in unserer großen Chorgemeinschaft.

Lügengeschichten schreiben

Einen Tag mal so richtig lügen – und zwar ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Das war für die 5. Klassen an diesem Tag möglich. Denn unter Aufsicht der 11er hatten sie die Aufgabe, ihre ganz eigene Lügengeschichte zu schreiben.

Doch schnell stellte sich heraus, dass das Lügengeschichtenschreiben nicht so einfach ist, wie gedacht. Denn in der Welt der Unwahrheiten ist von regenbogenspuckenden Einhörnern bis zu einer Verfolgungsjagd der Katze von New York nach Australien alles möglich. Die Herausforderung bestand also darin, den roten Faden nicht zu verlieren und trotz der ganzen Schwindeleien die Merkmale einer Lügengeschichte nicht zu missachten.

Am Ende entstanden dennoch tolle Geschichten, die dann auf einem Plakat kreativ gestaltet wurden.

Auch die 11er erlebten bei der Aufsicht der 5er zwar einen teilweise anstrengenden aber auch einen sehr schönen und lustigen Tag.

Farbenchemie

Was haben Wildfrüchte in der Chemie zu suchen? Wir geben zu... eigentlich nichts... Außer bei der Farbenchemie. Neben Wildfrüchten, haben wir noch zahlreiche andere Dinge wie Galläpfel und Laubblätter benötigt, damit wir unsere Farbreaktionen durchführen konnten.
Die Wildfrüchte wurden gefiltert und gemeinsam mit einem erzeugten Unterdruck und Brennspiritus entstand rote Farbe.
Aus den Laubblättern haben wir das Chlorophyll gepresst und somit grüne Farbe erhalten, womit wir schließlich weiße in grüne Kreide verwandeln konnten.
Am meisten Spaß hat uns die Herstellung von schwarzer und blauer Tinte gemacht. Dafür kamen die Galläpfel aus Eichen sowie andere Chemikalien zum Einsatz.
Für uns war der Tag der Sprachen eine Mischung aus Kreativität und Wissenschaft und jeder Menge Spaß.

Fototechnik

Das Naturwissenschaftliche Profil der achten Klassen hatte zum Tag der Sprachen die Möglichkeit, zwei Fotografiekurse zu besuchen.

Im ersten Fotografiekurs nahmen wir Bilder mit Schatten auf. Frau Heidenreich erklärte uns zunächst, wie wir dies umsetzen sollten und gab uns danach 20 Minuten Zeit, in mehreren Gruppen, Bilder mit unseren Handys zu schießen. Dabei kamen viele schöne Ergebnisse zum Vorschein.

Nachdem dies abgeschlossen war, gingen wir zum zweiten Kurs in ein Physikkabinett. Dort wartete schon David Krüger, ein professioneller Fotograf, auf uns. Bei ihm mussten wir mithilfe von Licht, Fotopapier und Objekten Bilder gestalten und danach entwickeln. Aber für den ganzen Prozess musste es die ganze Zeit dunkel sein, sonst wären die Bilder schwarz geworden.

Alles in allem haben diese Kurse uns alle begeistert und wir möchten den Veranstaltern danken.

SZ-Workshop mit Herrn Anderson

Auch ein Journalist, Herr Peter Anderson von der Sächsischen Zeitung, gab sein Wissen an uns weiter. Wir, die NAT-Profilgruppen der 9. Klasse, erhielten viele nützliche Informationen über die Sächsische Zeitung allgemein und das Leseverhalten von jungen und älteren Lesern.

An den Statistiken konnte man erkennen, dass die SZ-online.de stark im Kommen ist. Im Anschluss daran haben wir einen Online-Bericht und ein Kommentar selbst verfasst. Herr Anderson hat uns gute Tipps gegeben, wie Artikel in den Printmedien interessant gestaltet werden können.

Außerdem wurde uns der Unterschied von Print- und Digitalbeiträgen ziemlich deutlich vermittelt. Bei Onlinebeiträgen erwartet der Leser möglichst viele Informationen in wenig Text, da diese Inhalte meistens von unterwegs über das Smartphone abgerufen werden.

Ich denke es hat uns allen einen sehr guten Einblick in das Berufsfeld eines SZ-Redakteur gegeben.

Zu Besuch in den Studios des MDR

Am Dienstag, den 12.06.2018, begaben wir uns, die Kunstprofilgruppen sowie einige Leute des Naturwissenschaftlichen Profils der 9. Klassen, auf den Weg nach Leipzig.

Mit etwas Verspätung startete unser Bus 8.00 Uhr in Nossen. Die Hinfahrt verlief ohne weitere Zwischenfälle, sodass wir schon 9.15 Uhr in Leipzig ankamen und Zeit zum Bummeln hatten.

Wir starteten 11.30 Uhr zur Media-City. Dort angekommen, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe begab sich für zwei Stunden in das Virtual-Reality-Studio, die andere Gruppe bekam eine zweistündige MDR Studio Tour.

Die Studio-Tour begann mit einem Einblick in ein Greenscreen-Studio. Weiter ging es dann in verschiedene Drehorte der "Sachsenklinik". Sehr interessant war dort der Nachbau einer Notfallaufnahme, an welcher uns erklärt wurde, dass regelmäßig Krankenwagen für die Dreharbeiten bestellt werden und dabei echte Sanitäter beim Dreh mitspielen. Das nächste Ziel war dann das Studio der Talkshow "Riverboat". Auch das Studio von "MDR um 4" sowie "MDR um 2" und "MDR Aktuell" durften wir sehen. Erstaunlich war dabei, wie viele Scheinwerfer und Kameras in einem Studio sind und wie viel Zeit vor dem Dreh benötigt wird. Am Ende der Führung durften wir uns nochmal einen kompletten Überblick über die Media-City machen, indem wir eine Virtual-Reality-Brille bekamen und so nochmal durch die ganzen Studios geführt wurden.

Die Virtual-Reality-Studio-Gruppe befand sich schon nach einer kurzen Tour durch die MDR-Katakomben in einem hoch modernisierten Raum, in dem es vor Hightech-PCs und VR-Brillen nur so wimmelte. Nach einer kurzen Einweisung durch das Personal, durften wir sofort selbst loslegen und betraten die Welt zur Virtuellen Realität. Da dies für viele von uns das erste Mal war, dass wir VR-Brillen nutzen durften, gingen wir es zuerst sehr langsam und vorsichtig an.

Doch bald darauf waren wir mitten in Autorennen, virtuellen Welten und Flugsimulationen. Zwei Stunden lang kamen wir in den Genuss der Virtuellen Realität - diese Zeit verging leider viel zu schnell.

Gegen 14.15 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Auch die Fahrt zurück nach Nossen verlief ohne Probleme. Nach einem sehr interessanten und wirklich lustigen Tag sind wir alle den neuen Technologien und den Geheimnissen einiger Filme bzw. Sendungen nähergekommen.

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