Kohle für Zehntklässler

von SZ-Autor

Wir schreiben den 4. April 2017, 8 Uhr in der Früh..

Bei strömendem Regen und Eiseskälte machten wir, die drei Klassen der Jahrgangsstufe 10, uns mit dem Bus auf in Richtung Berlin.

Aber nein, nicht um ins Tropical Island zu fahren (obwohl der Feuchtigkeitsgehalt an diesem Tag relativ ähnlich war), sondern um richtig viel Kohle zu sehen. Im Tagebau in Welzow und im Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ in Spremberg warteten auf uns Schüler zwei interessante Führungen.

Wir verfolgten den Weg der Kohle und landeten bei unserem ersten Stopp in Welzow. Dort erwartete uns schon ein MTW (Mannschaftstransportwagen) mit dem es mehr oder weniger holprig (wir hatten natürlich mit Reisekaugummis gegen Übelkeit vorgesorgt) zu vier verschiedenen Stationen ging.

Als erstes zeigte uns unser „Kohlefachmann“ ein fast ganz abgerissenes Dorf, welches aufgrund der vielen Kohle, die sich weit unter den Wohnhäusern befindet, umziehen musste.

Unser nächster Halt führte uns zur sogenannten „Traverse“, ein riesiges Gerät zum Abbau der Kohle. Von diesem Standpunkt aus konnte man über die ganze Landschaft blicken und die Arbeiter bei ihrem Job beobachten.

Außerdem erblickten wir weit unter uns ein Förderband, mit dem die Kohle transportiert wird. Jenes konnten wir wenige Minuten später aus nächster Nähe beobachten, da wir uns mit unserem MTW auf Meeresspiegelhöhe begaben.

Unten angekommen ragten neben uns neun bis vierzehn Meter riesige Kohleflöze in die Höhe, welche „von oben“ eigentlich gar nicht soo gigantisch aussahen, wie sie im Endeffekt waren.

Zum Schluss fuhren wir noch zu schönen grünen Feldern, die in der Fachsprache als „rekultivierte Landschaft“ bezeichnet werden. Die scheinbar natürliche Landschaft, wuchs auf einem „toten Boden“ nachdem der Untergrund vor einigen Jahren seiner Schätze beraubt wurde.

Nun stellt sich noch die Frage: „Was passiert mit der Kohle nachdem sie aus dem Boden verschwunden ist?“

Nach dem Mittagessen (Warum Kartoffelsuppe und nicht Nudeln?!) verfolgten wir den Weg der Kohle also gespannt weiter…

Dieser führte uns direkt zum Kraftwerk „Schwarze Pumpe“. Dort ging uns dann (durch den leichten Berliner Dialekt der Männer, die uns herumführten) wortwörtlich ein Licht auf, da wir zum ersten Mal an diesem Tag feststellten, dass wir uns ja gar nicht mehr in Sachsen, sondern in Brandenburg befanden.

Ein weiteres Mal wurden wir mit stylischen Helmen (dieses Mal in grün) ausgestattet und folgten der zweiten interessanten Führung an diesem Tag vorbei an Gipsbergen und Wasserfällen. Außerdem durften wir einen Blick in den Kessel werfen, in dem die in Welzow abgebaute Kohle vor sich hin brutzelte.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg Richtung Heimat und erreichten diese sogar früher als geplant.

Nun lässt sich nur noch sagen, dass es ein wirklich informativer Tag war und denkt immer daran: „Save the world by saving energy!“ - wie es einer unserer Klassenlehrer sagen würde ;)

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