Ganz große Leistung - Begeisterung pur - ein super Konzert

von SZ-Autor

Geschrieben von Fabian Möbius

Saxonia Cantat ǁ - das Chorhighlight im diesjährigen Schuljahr schlecht hin. Am 16. September war es dann endlich soweit. Unsere Stimmbänder versorgten wir schon im Vorfeld mit einer ordentlichen Portion Hustenbonbons, denn uns war klar, was auf uns zukam. 20 Lieder an einem Wochenende einstudieren und „konzertfähig“ machen - heftig.

Am Freitag, nachdem sich die drei Chöre zum ersten Mal sahen, trafen wir uns zum Einsingen.Wir bekamen eine Dimension, von dem was uns bevorstand. Die Begrüßung fiel herzlich aber kurz aus. So konnten wir zeitnah unsere Proben starten. Zuerst wurde in den verschiedenen Stimmen geübt und dann als Gesamtchor.

Die Frauen beendeten ihre Probe „schon“ 21 Uhr. Für die Männer hieß es eine weitere halbe Stunde durchhalten. Doch dann war auch für uns Regeneration unserer Stimmen angesagt. Nach den Proben knüpfte man aber dennoch Kontakte in die anderen Chöre. Geschafft vom ersten Probentag gingen wir dann, der eine etwas zeitiger, der andere etwas später, schlafen. Nach einer kurzen Nacht und einem guten Frühstück, ging es weiter. Die Chorleiter der Schulchöre, Stimmbildner und Musikprofessor André Schmidt übten mit uns die Songs aus 25 Jahren deutsche Rock- und Popmusik registerweise ein. Kurze Pausen und akribische Proben.

Die Zeit in den Proben verging aber schneller, als dass man seine Stimme wirklich sicher konnte. Zeit für Ausflüge, wie wir es aus dem Chorlager kennen, gab es nicht. Langeweile ebenfalls. Samstag, nach dem Abendessen hatten wir dann noch das Vergnügen mit Sängerin Suse Jank und Clemens Süssenbach zu musizieren. Auch der Star-Pianist Robin Stengel übte schon den ganzen Samstag über mit uns. Die Lieder beherrschten wir von mal zu mal besser. Die Anspannung, ob wir den Ansprüchen am morgigen Tag gewachsen seien, stieg.

Vom Leiter des Projektes Herrn Professor Schmidt wurden wir noch einmal gelobt: „Es grenzt an ein kleines Wunder, was wir bis jetzt geschafft haben.“ Am nächsten Morgen gingen die straffen Proben weiter und fast alle Stücke wurden noch einmal gesungen und bekamen den letzten Schliff.

Nach dem Mittag und dem hektischen Kofferpacken, eilten wir zum Bus und fuhren nach Dresden zum Alten Schlachthof. Die Stimmung war bei allen etwas angespannt – verständlich. Die Zeit für die Generalprobe war knapp und verging viel zu schnell. Dann war es soweit. „Achtung, bereithalten“, und einen Moment später standen wir singend auf der Bühne. Das Konzert verlief grandios. Für die Aufgeregtheit blieb uns keine Zeit. So, als wenn wir jeden Tag auf der Bühne ständen, sangen wir äußerst souverän die Lieder aus 25 Jahren deutscher Rock- und Popmusik.

Fast der ganze Konzertsaal war gefüllt und mindestens die Hälfte waren Nossnerinnen und Nossner. Danke an dieser Stelle für die formidable Unterstützung. Ein fulminantes Konzert. Einfach nur GRENZENLOS. Nach dem Konzert war die Anspannung dann völlig verflogen. Beeindruckt von uns selber sangen wir den letzten Song „Nach dem Konzert“ so impulsiv und mitreißend, wie keinen anderen. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder an diesem phänomenalen Chorprojekt mitmachen können. Einfach überwältigend!

Doch die Erinnerungen an das Konzert waren nicht das Einzige, was wir mitnehmen. In Zukunft soll es mehrere Unternehmungen mit dem Chor des Vitzthum Gymnasiums aus Dresden geben. „Die Chemie zwischen den beiden Chören hat einfach gestimmt“, so unsere Chorleiterin Evelyn Chill.

Fotos: Piontek/ Soltysiak

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